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Co-working als Ideenpool

Co-working als Ideenpool

Die Arbeitswelt wandelt sich rasant und mit ihr die Art und Weise, wie und wo wir arbeiten. Ein neuer Trend heißt „Co-working“. Diese Bürogemeinschaften auf Zeit haben sich in den USA bereits fest etabliert. Aber auch in Deutschland schießen „Co-working-Spaces“ derzeit wie Pilze aus dem Boden. Doch welche Chancen bietet Co-working einem Unternehmer? Und was muss man beachten, wenn man wirklich davon profitieren will?

Geringe Kosten und hohe Kreativität

Co-working bietet die Möglichkeit, einen Arbeitsplatz in meist größeren Räumen – den Co-working Spaces – zu mieten und dort mit Gleichgesinnten zusammenzuarbeiten. Genutzt werden Co-working-Räume in der Regel von Selbstständigen, Freiberuflern oder Künstlern verschiedenster Berufsgruppen, also beispielsweise Programmierer, Webdesigner und Grafiker, aber auch Architekten, Schriftsteller und Journalisten zieht es in die Büro-WGs. Und genau das ist DER Grund, warum Co-working Spaces so beliebt sind. Die Vermischung verschiedener Berufsbereiche, neue Begegnungen und ein lockerer Austausch – all das ist für viele inspirierender, als zu Hause alleine vor dem Laptop zu sitzen. Und tatsächlich: Laut Umfragen fühlen sich Co-working-Nutzer produktiver und motivierter. Und das endet nicht selten in einer handfesten Zusammenarbeit. Ein Grafiker beispielsweise, der an einer Broschüre arbeitet und dringend einen Texter sucht, kann sich an jemanden wenden, mit dem er sich schnell absprechen kann. Das macht die Arbeit effizienter und schlägt sich auch im Business-Erfolg nieder: Etwa 40 % der Co-worker konnten laut Umfrage ihr Einkommen erhöhen.

Gleichzeitig schont Co-working das Budget. Die Kosten liegen meist weit unter den Fixkosten für ein  eigenes Büro. Zudem können die Räume zeitlich flexibel genutzt werden: Wer nicht jeden Tag ein Büro benötigt, zahlt nur für die anwesenden Tage – entsprechende Tages-, Wochen-, oder Monatspauschalen machen es möglich. Die Kosten für ein Tagesticket „Büro“ betragen je nach Stadt zwischen zehn und 20 Euro, für ein Monatsticket 120 – 200 Euro. In dem Preis ist alles enthalten, was man für seinen Büroalltag braucht: IT-Netzwerk, Schreibtisch, Drucker, WLAN, Scanner, Fax, Telefon und Besprechungsräume. Sogar eine Kaffeepauschale kann man in vielen Fällen dazu buchen. Briefkasten und Firmenschild runden das Angebot ab. Und wer viel auf Reisen ist, dem verschafft Co-working einen weiteren Pluspunkt: Der eigene Schreibtisch steht auf der ganzen Welt immer bereit.

Bin ich wirklich Co-worker?

Stille und Ruhe bedürftige Menschen kann die Unruhe in Co-working-Büros allerdings auch belasten. Und wenn Sie jemand sind, der sich leicht von der Arbeit ablenken lässt, kann Co-working dazu führen, dass Sie mehr in der Kaffeeküche stehen als an Ihren Projekten zu arbeiten.

Hier deshalb ein paar Tipps zum Co-worken:

  • Überlegen Sie sich gut, ob Sie der richtige Typ fürs „Co-worken“ sind. Sind Sie eher der stille Arbeiter? Dann kann die Lautstärke Sie schnell stören!
  • Lassen Sie sich leicht ablenken bei der Arbeit, wollen aber auf die Kontakte beim Co-working nicht verzichten? Dann buchen Sie zunächst nur stunden- oder tageweise einen Platz. Die übrige Zeit können Sie konzentriert von zuhause arbeiten.
  • Co-working Spaces sind keine Einladung, andere bei der Arbeit zu stören. Werden Sie nicht zur „Nervensäge“ und respektieren Sie, wenn andere konzentriert arbeiten wollen.
  • Auch nach Feierabend unternehmen Co-worker häufig etwas zusammen. Nutzen Sie die Gelegenheit, um Ihre Kontakte weiter auszubauen.

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Verschiedenste Berufsgruppen zieht es in die "Büro-WG"
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