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Der Kollege mit der kalten Schnauze

Der Kollege mit der kalten Schnauze

Hunde im Büro sind heutzutage nichts Exotisches mehr. Die Regel sind sie jedoch noch lange nicht. Dabei würde Schätzungen zufolge jeder dritte Hundehalter seinen treuen Begleiter gerne mit zur Arbeit nehmen. Noch sind Hunde im Büro aber hauptsächlich bei jungen, kreativen Unternehmen akzeptiert oder bei Chefs, die selbst welche haben. Dabei ist längst nachgewiesen, dass Hunde im Büro einige Vorteile mitbringen: Sie haben positiven Einfluss auf die Arbeitsatmosphäre und wirken beruhigend. Einen Hund zu streicheln senkt sogar den Blutdruck! Dafür müssen Hund und Halter jedoch einige Regeln einhalten:

Erlaubnis einholen

Grundvoraussetzung ist natürlich, dass Chef und Kollegen dem Hund zustimmen; ein Recht darauf, sein Tier mitzubringen, hat man nicht. Das mussten unlängst auch unsere Bundestagsabgeordneten erfahren, die erfolglos auf eine Änderung der Hausordnung zugunsten ihrer Hunde gedrängt hatten.

Grunderziehung sicherstellen

Grundsätzlich empfiehlt sich vorab der Besuch einer Hundeschule, damit der Hund die Grundkommandos beherrscht und weiß, welchen Platz er im „Rudel“ einnimmt. Guter Gehorsam ist besonders wichtig, wenn mehrere Kollegen einen Vierbeiner mitbringen – Revierkämpfe oder ausschweifende Raufereien sind ein No-Go. Welpen sind fürs Büro weniger geeignet: Kleine Seen führen zunächst vielleicht noch zu einer „lustigen“ Anekdote, werden aber schnell lästig und ziehen den Unmut der Kollegen nach sich. Auch Draufgänger mit starkem Bewegungsdrang haben in einem Büro nichts verloren.

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Beziehungen stärken

Der Hund muss mit fremden Menschen klarkommen. Zwar werden die Kollegen irgendwann vertraute Personen sein, aber oft kommen auch „externe“ Menschen (Postbote, Kunden, etc.) ins Büro: Anknurren, kläffen oder sogar beißen ist ein absolutes No-Go, aber auch anspringen und abschlecken stoßen nur selten auf Gegenliebe – das gilt übrigens auch für die Kollegen. Um solchen Situationen vorzubeugen, gibt es in vielen Hundeschulen mittlerweile spezielle Trainings für Bürohunde.

Verhaltensregeln absprechen

Um Ärger von vornherein zu vermeiden, sollten direkt am ersten Tag Verhaltensregeln im Umgang mit dem Hund abgesprochen werden. Darf der Hund gestreichelt werden oder hat er lieber seine Ruhe? Darf er Leckerlies bekommen? Ist für ihn jede nette Begrüßung schon der Anlass zu einer kleinen Rauferei? Gleichzeitig sollten aber auch umgekehrt Regeln festgelegt werden: Darf der Hund bspw. frei durch alle Büros spazieren oder sollte er ausschließlich im eigenen bzw. an seinem Platz bleiben?

Beschäftigung ermöglichen

Damit sich auch Ihr Hund im Büro wohlfühlt, sollten Sie ihm eine kleine Ecke einrichten, in die er sich zurückziehen, ausruhen und spielen kann. Ein Körbchen oder Decke ist ausreichend. Gegen die Langeweile hilft Spielzeug – nicht geeignet sind allerdings geräuschvolle, quietschende Utensilien. Zur längeren Beschäftigung eignen sich hervorragend Kauknochen oder ähnliches. Auch Denkaufgaben helfen gegen Langeweile und kosten nicht viel Zeit: Leckerchen im Büro verstecken oder mit Hilfsmitteln verdecken, sodass der Hund selbst einen Weg finden muss, an das Objekt seiner Begierde zu kommen. Dazu eignet sich beispielsweise ein Kong oder leere Klopapierrollen etc. Der Fantasie von Hund, Halter und Kollegen sind hier keine Grenzen gesetzt.

Schadensfälle versichern

Auch gut erzogene, gutherzige und beschäftigte Hunde verursachen manchmal einen Schaden. In diesem Fall müssen Sie die entstandenen Kosten begleichen. Eine Hundehaftpflicht ist grundsätzlich für jeden Hundehalter ratsam und käme auch im Büro für die Schadensregulierung auf. Aber Vorsicht: Besteht der Schaden aufgrund Ihrer vernachlässigten Aufsichtspflicht, kann das ein Abmahngrund sein!

Vorreiter großer Unternehmen in der Hundepolitik ist übrigens Google: Der Konzern versteht sich als Hundefreund und hat eine weltweite dog policy. Demnach sind Hunde in jeder Abteilung bis zur ersten Beschwerde willkommen!

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depressed dog rests on files model released. Image shot 2006. Exact date unknown.
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