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Ein Fall für Zwei – Umgang mit Kritik

Ein Fall für Zwei – Umgang mit Kritik

Kritik ist selten schön und hinterlässt beim Kritisierten oft ein mulmiges Gefühl. Die Palette reicht von peinlich berührt über schuldig, traurig, motiviert bis zu wütend oder eingeschnappt. Dabei ist Kritik ein wichtiger Baustein für den beruflichen Erfolg, gute soziale Beziehungen und auch für das seelische Wohlbefinden – ein souveräner Umgang mit Kritik, gerade im Berufsleben ist daher wesentlich. Wie Sie das schaffen, verraten wir Ihnen hier:

Wer ist hier der Boss?

Kritik von Vorgesetzten löst oft Unbehagen aus, dabei ist Angst meist unbegründet. In der Regel weiß ein Chef nämlich ganz genau: konstruktive Kritik fördert die Leistung und den Erfolg. Übt er Kritik an Ihnen, hat er nicht Ihre Kündigung geplant. Sehen Sie Kritik vom Chef also zunächst als das an, was es ist: Feedback.

Bleiben Sie also entspannt. Hören Sie sich die Kritikpunkte in Ruhe an und bitten Sie Ihren Chef ggf. um konkrete Beispiele, damit es für Sie verständlicher wird. Damit signalisieren Sie gleichzeitig, dass Sie die Kritik ernst nehmen. Stellen Sie daher bei Unklarheiten Fragen und nutzen Sie die Gesprächszeit, um sicher zu gehen, dass beiderseitiges Verständnis für das Problem besteht.

Aber Achtung: Rückfragen sind zwar erlaubt, Diskussionen und Rechtfertigungen lohnen sich aber nur in bestimmten Fällen. Wenn Ihr Vorgesetzter möchte, dass Sie zukünftig etwas anders handhaben, dann tun Sie es. Sind Sie anderer Meinung, insistieren Sie nur, wenn Sie wirklich stichhaltige, schlagkräftige Argumente haben. Kommen diese nicht an, ist Rückzug angesagt. Egal wie es ausgeht: Bedanken Sie sich für das Feedback! Das zeugt von Format und Kritikfähigkeit.

Kollegen mit der kalten Schnauze

Nicht nur der Chef, auch Kollegen üben manchmal Kritik an anderen. Im Gegensatz zum Feedback Ihres Chefs, das Sie hinnehmen müssen, können Sie hier entscheiden, wie Sie damit umgehen möchten. Machen Sie sich dazu klar, wer Ihr Gegenüber ist: Welche Persönlichkeit und welche Wertvorstellungen hat er? Gibt es hier Übereinstimmungen oder liegen hier vielleicht die Ursachen für den Konflikt? Nun müssen Sie sich fragen: Wollen Sie wirklich so sein, wie er es für richtig hält? Oder ist seine Kritik berechtigt? Manchmal ist es die beste Lösung, sich für die Kritik zu bedanken und sich Bedenkzeit zu erbitten. Sonst kann es nämlich schnell passieren, dass man im Stress der Situation falsch reagiert.

Gerade unter Arbeitskollegen kommt es zudem vor, dass ein persönlicher Angriff in Form von Kritik daherkommt. Aber auch hier gilt: in der Ruhe liegt die Kraft! Vergegenwärtigen Sie sich, welches Motiv hinter der Kritik stecken könnte und bestehen Sie auf ein sachliches Gespräch. Klappt dies nicht, brechen Sie das Gespräch ruhig, aber bestimmt ab – bspw. wenn Grenzen zum Persönlichen überschritten werden.

Auch bei ihren Kollegen sollten Sie sich für die Rückmeldung bedanken – selbst wenn diese nicht Ihre Meinung widerspiegelt. Halten Sie sich vor Augen, dass Kritik immer auch eine Meinung ist, die nicht Ihrer eigenen entsprechen muss, auf die Ihr Gegenüber aber ein Recht hat. Ist die Kritik in Ihren Augen aber unsachlich oder unfair, dann sagen Sie deutlich: „Danke, dass Sie das ansprechen, aber ich bin nicht Ihrer Meinung.“

Der gute Ton

Grundsätzlich gilt für alle Gespräche: Achten Sie auf den richtigen Ton! Dieser sollte stets höflich, freundlich und sachlich bleiben – gerade gegenüber Ihrem Vorgesetzten. Auch wenn der ungeliebte Kollege ausfallend wird oder Sie anbrüllt, bleiben Sie gelassen und bewahren Sie Contenance – so zeigen Sie Charakterstärke und sorgen dafür, dass sich Ihr Kritiker ins Unrecht setzt.

Übrigens: auch unser Körper spricht. Achten Sie daher auf eine lockere Körperhaltung, senken Sie die Schultern und strecken Sie Ihren Rücken durch. Außerdem lohnt es sich den Kritiker direkt anzuschauen, statt auf den Boden. Das signalisiert Präsenz und Interesse – das gefällt nicht nur Ihrem Chef, sondern trägt auch zu einem guten Miteinander unter Kollegen bei.

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Sehen Sie Kritik vom Chef also zunächst als das, was es ist: Feedback.
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