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Großraumbüro: Hopp oder Top?

Großraumbüro: Hopp oder Top?

Lagerhallencharme, Geräuschkulisse wie auf einer Baustelle und Kollegen, die einem fast auf dem Schoß sitzen – Großraumbüros haben so Ihre Vor- und Nachteile, zur Zeit werden sie aber Dank dem Vorbild von internationalen Großunternehmen wie Facebook oder Google immer beliebter bei Arbeitgebern. In Deutschland hat sich das im Fachlatein betitelte „Open Plan Office“ bereits ziemlich verbreitet durchgesetzt, nichtsdestotrotz spaltet diese Raumaufteilung noch die Geister.

Von einigen wird die einfache Kommunikation im Großraumbüro als ideal gefeiert, von anderen wird das offene Büro als Massenmitarbeiterhaltung und gesundheitsgefährdend beschrieben. In einer  Studie wurden die Krankheitsstände von Mitarbeitern in Einzel- und Großraumbüros verglichen. Hierbei kam heraus, dass Arbeitnehmer in einem Open Plan Office deutlich häufiger krank wurden – bis zu sieben von zehn Mitarbeiter. Großraumbüros erhitzen nicht selten die Gemüter, Grund genug für uns, das Thema einmal genauer anzuschauen und dazu haben wir uns Coworking Experten Tobias Schwarz ins Boot geholt.

Co working

Häufig überwiegen besonders die negativen Merkmale, wenn man Artikel über Großraumbüros liest. Tobias Schwarz bricht hier eine Lanze für die Raumverteilung, denn „Unternehmen sollten auf Vorteile des Großraumbüros, nicht leichtfertig verzichten. (…) Die Wege sind hier für MitarbeiterInnen oft kürzer, es entsteht eine bessere Wahrnehmung der Firma als Organismus und man arbeitet an einem lebendigen Arbeitsplatz, der von menschlichen Interaktionen geprägt ist“. Natürlich funktioniert diese Arbeitsweise nicht für jeden Menschen, daher sollte das Unternehmen auch immer Ausweichmöglichkeiten bzw. Ruheplätze anbieten.

Besonders das Thema Gesundheit wird häufig in Verbindung mit einem Open Plan Office gebracht. Der Lärmpegel in einem Mehrpersonenbüro kann teilweise gesundheitsschädigende Höhen erreichen. Nach Angaben der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft sollte der Maximalwert von 55 dB (A) bei überwiegend geistigen Tätigkeiten nicht überschritten werden. Ist dieser Wert überschritten, kann es zu starken Konzentrationsstörungen und einer verminderten Produktivität kommen. Für Schwarz gibt es eine deutliche Verbindung zwischen der Raumgestaltung und der Produktivität der Arbeitnehmer – allerdings nicht nur im negativen Zusammenhang. Einige Menschen brauchen die Ruhe, andere brauchen allerdings Hintergrundgeräusche, um sich besser konzentrieren zu können.

Büros haben sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert und weiterentwickelt. Inzwischen gehen einige Experten davon aus, dass es in der Zukunft nicht unbedingt noch ein physisches Büro geben wird. Tobias Schwarz glaubt, dass das Büro an sich nicht verschwinden wird, aber die Arbeitsweise wird sich ändern. Mitarbeiter würden in unterschiedlichen Ländern und in einem 24-Stunden-Arbeitsrhythmus arbeiten, denn dank der Zeitverschiebung stehen immer irgendwo Meetings an. Andere Arbeitsbeispiele wie das „Hot-Desking“ und „Desk-Sharing“, wo man sich einen Arbeitsplatz mit anderen Kollegen teilt, sind bereits zum Beispiel in der neuen Deutschland-Zentrale von Microsoft in München im Einsatz.

Wir haben einmal unsere Mitarbeiter gefragt, was Sie zum Thema Großraumbüro denken und was sie generell von der Raumgestaltung halten bzw. was sie erlebt haben:

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Großraumbüros haben so Ihre Vor- und Nachteile, zur Zeit werden sie aber Dank dem Vorbild von internationalen Großunternehmen wie Facebook oder Google immer beliebter bei Arbeitgebern
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