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Heizung oder nicht Heizung, das ist hier die Frage.

Heizung oder nicht Heizung, das ist hier die Frage.

Die Tage werden kürzer, die Klamotten werden dicker und die ersten Eiskratzer werden fürs Auto gekauft – mit anderen Worten; die Temperaturen sinken. Das bedeutet, dass im Büro der ewige Kampf losgeht: Heizung an oder aus? Fenster auf oder zu? Gerade in Großraumbüros mit mehr als zehn Leuten ist es praktisch unmöglich, für jedes Temperaturbefinden eine perfekte Lösung zu finden. Denn während die einen Kollegen schon mit Mütze, Schal und Wärmflasche am Schreibtisch sitzen, hocken die anderen noch mit T-Shirt, Ventilator und kühlem Getränk vor dem Arbeitscomputer. Und wenn dann einer dieser Kollegen es wagt, die Heizung anzufassen oder ein Fenster aufzumachen, dann wird nicht selten die Revolution geübt. Damit Sie in Ihrem Büro zukünftig keine verfeindeten Stämme mehr haben, haben wir uns einmal die idealen Temperaturen angeguckt, die in Büros, zu Hause oder sogar im Weinkeller herrschen sollten.

Handschuhe

https://www.flickr.com/photos/zcopley/

Fakt ist, besonders Frauen frieren schneller als ihre männlichen Kollegen und neigen daher dazu, die Heizung im Büro ordentlich aufzudrehen. Das weibliche Kälteempfinden ist nicht nur Gefühl und Wellenschlag, sondern tatsächlich evolutionär bedingt. Frauen können, häufig hormonbedingt, nicht so große Lager an speicherfähigen Vitaminen in ihrem Körper anlegen. Genau diese Vitamine werden aber im Winter benötigt, um den Körper zu wärmen. Zusätzlich ist die Haut von Frauen tatsächlich dünner als die von Männern, was dazu führt, dass die Durchschnittstemperatur im weiblichen Körper, im Vergleich ungefähr drei Grad niedriger ist, als die bei einem Mann. Die Kolleginnen im Büro sitzen also nicht umsonst mit einer Wärmflasche im Meeting.

Wie warm sollte es denn aber eigentlich im Büro sein, damit die Gesundheit und Konzentration der Arbeitnehmer ideal gewährleistet ist? Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sollte bei einer sitzenden Tätigkeit ohne körperlichen Einsatz eine Temperatur von 20 Grad im Raum herrschen. Ganz anders sieht es aus, wenn man körperlich arbeitet und zum Beispiel Montage-Jobs erledigt. Hier sollten es eher um die 17 Grad Raumtemperatur sein. Sollten diese Temperaturen im Büro nicht eingehalten werden, also sollte es durchgängig zu kalt auf der Arbeit sein, dann dürfen Arbeitnehmer theoretisch von ihrem Rückbehaltungsrecht Gebrauch machen und zu Hause bleiben.

Tabelle

http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Arbeitsstaetten/ASR/ASR-A3-5_content.html

Nicht nur die Temperatur sollte im Büro eine Rolle spielen, sondern auch die Luftfeuchtigkeit sollte im Auge behalten werden -ideal ist hier eine Raumluftfeuchte von um die 50%. Wenn der Wert unter 30% fällt, dann kann das zu Beschwerden wie Atemproblemen und Kopfschmerzen führen – und wir wissen alle wie gut Meetings sind, wenn man vor Kopfschmerzen kaum mehr die Power Point Präsentation wahrnehmen kann. Ein Zeichen für zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Büro ist es, wenn man kleine elektrische Schläge von den Utensilien erhält bzw. sich alles elektrisch auflädt.

Schal

https://www.flickr.com/photos/esherbondy/

Aber nicht nur im Büro sollte man auf die richtige Temperatur achten, denn auch in der privaten Wohnung bringt es nichts, in einem Eiskasten zu sitzen – so greifen Sie nur Ihr Imunsystem an und machen sich selber krank. Dabei ist es wichtig, hier auf die unterschiedlichen Räume zu achten, denn im Schlafzimmer möchte man natürlich nicht unbedingt Saunatemperatur haben, während man im Wohnzimmer vielleicht nicht unbedingt mit fünf Schichten an Klamotten sitzen will. Das Bad bzw. Kinderzimmer sollte in der Wohnung immer am wärmsten sein, denn hier ist die ideale Temperatur um die 23 Grad. Anders sieht es im Schlafzimmer aus, denn hier ist es mit 18 Grad perfekt. Auch in der Küche sollte man die Heizung eher auf eine kleine Stufe stellen, denn hier heizt sich der Raum meistens durch den Herd oder die Kochkünste sowieso schnell auf.

Wo wir jetzt schon beim Thema Temperaturen sind, kommen hier auch gleich noch Tipps für den heimischen Weinkeller. Der geneigte Weinkonisseur sollte seine Weine bei lockeren 10 oder 11 Grad lagern, damit die edlen Tropfen sich gut halten. Weine mit viel Restsüße haben es lieber ein bisschen kuscheliger mit 12 bis 14 Grad. Wenn Sie ein bisschen Geld übrig haben und sich einen teureren Rotwein gönnen wollen, dann sollten Sie diesen bei 18 Grad genießen.

Sie interessieren sich dafür, was im Büro erlaubt ist und was nicht? Dann lesen Sie doch einmal unseren Artikel Privatsphäre im Büro.

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Wenn der Kollege doch das Fenster aufgemacht hat, dann bauen Sie sich doch einfach eine Wand aus Schreibtischutensilien wie Ordnern, Ringbüchern und Trennblättern, um den Wind ein bisschen abzuhalten.

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Das weibliche Kälteempfinden ist nicht nur Gefühl und Wellenschlag, sondern evolutionär bedingt.
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