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So wird Pendlerstress zum Freizeitglück

So wird Pendlerstress zum Freizeitglück

Tilo verbringt jährlich rund 58 Stunden im Stau, reist täglich 46 Kilometer auf Gleisen oder Asphalt und geht 17 Tage im Jahr auf Geschäftsreise – er ist ein deutscher Durchschnittpendler und damit meistens gestresst. Dieser Umstand führt zu allerlei Folgebeschwerden. Forscher für Verhaltensmedizin fanden heraus, dass ab 90 Minuten Pendeln pro Tag der Stresspegel messbar steigt. Nichts macht Pendler mehr krank, als die allmorgendliche Angst davor, verspätet ins Büro zu kommen und diesem Schicksal hilflos ausgeliefert zu sein – schließlich wollen die Berufstätigen der Pendlerrepublik ihre Zeit verwenden und nicht verschwenden. Um trotz täglichem Verkehrschaos gesund zu bleiben, gilt es, den Frust an der Wurzel zu packen und den Arbeitsweg mit effizienten und sinnvollen Tätigkeiten zu füllen. Immerhin bedeutet Pendeln auch “Zeit vor und nach der Arbeit” und ist somit Freizeit. Damit aus Langeweile Denksport wird und man nicht mit einem nervös zuckenden Auge in der Bahn sitzt, helfen sinnvolle Minutenbeschäftigungen, um während der Fahrt zum Büro seine innere Ruhe zu finden.

Musik – Minuten der Entspannung

Jeder kennt es und die meisten tun es – in Bus, Bahn und auf dem Fahrrad: vom Lärm abschalten und die Musik anschalten. Der MP3-Player ist für viele Pendler, die mit Zug oder Bus fahren, treuer Begleiter. Besonders Jazz, atmosphärische Klänge oder gar romantische Lieder üben eine beruhigende Wirkung auf die Sinne aus und helfen, das emotionale Gleichgewicht zu finden. Justin Bieber geht natürlich auch. Wer sich morgens auf dem Arbeitsweg etwas besonders Gutes tun will, der sollte sich einen hochwertigen MP3-Kopfhörer gönnen – dann gelingt es auch, die lauten Gespräche der mitteilungsbedürftigen Mitreisenden auszublenden.

Frau mit Kopfhörer

https://www.flickr.com/photos/skohlmann/

Podcasts – Schlau im Stau

Wen Wissen glücklich macht, für den sind Podcasts auf dem Arbeitsweg der heilige Gral. Aufgrund des kurzen Formats, umfassen sie die ideale Menge an Inhalt, die man zwischen Frühstück und Arbeitsbeginn verdauen kann. Damit die Suche nach dem richtigen Podcast nicht in zusätzlichen Stress ausartet, lohnt es sich, seine Lieblingssendungen in Newsfeed-Apps zu sortieren. Mit Hilfe von Apps wie z.B. Freely kann man sein eigenes Morgenprogramm zusammenstellen. Ob Star-News, Gartentipps oder die Geheimnisse der Pyramiden – was immer Sie interessiert kann als Podcast empfangen werden. Das gibt Ihnen auch direkt Gesprächsstoff für die Mittagspause mit den Kollegen.

Handyromane – Kurzweilige Krimis, auch für Lesemuffel

Mit dem Lesen von E-Books gestalten sich viele Berufstätige lange Wartezeiten auf Bahnhöfen oder Flughäfen erträglich. Handyromane sind dabei eine ganz spezielle Form der Unterhaltung, zugeschnitten auf die kurze Aufmerksamkeits-Spanne und beengte Platzverhältnisse im öffentlichen Nahverkehr. Das Phänomen der Handyromane stammt aus Japan, dem Land der eingequetschten U-Bahn-Fahrer, wo oftmals gerade genug Bewegungsfreiheit herrscht, um den Daumen auf dem Telefondisplay zu verschieben. Der Vorteil dieser literarischen Miniaturen: Sie beglücken durch rasante Plots und nutzen kurzen, pfiffigen Satzbau sowie Emoticons aus der “Handysprache”.

Radfahren – Sport ist Trumpf 

So manch überzeugter Pkw-Fahrer mag sich erinnern – es gibt ja noch eine Alternative zum Auto! Zumindest für Kurzstrecken-Pendler dürfte dies wohl die gesündeste Art sein, dem morgendlichen Stress eins auszuwischen. Nicht nur wird durch die Bewegung sämtliche Muskulatur beansprucht und trainiert, kardiovaskuläres Ausdauertraining senkt auf Dauer auch den Blutdruck, während der Körper jede Menge Glückshormone ausschüttet. Rad fahren macht besonders Kontrollfreaks happy, denn endlich halten sie das Steuer wieder fest in der Hand und können am Stop-and-Go-Verkehr in der Innenstadt ganz entspannt vorbeiziehen.

Mann auf Fahrrad

https://www.flickr.com/photos/jacme31/

Power-Napping – Disziplin beim Morgenschlaf

Eine Beschäftigung, die uns alle glücklicher und – man soll die Hoffnung ja nie aufgeben- vielleicht auch schöner macht, ist der 20 Minuten-Schlaf. Der sogenannte “Power-Nap” lädt die Batterie gleich morgens richtig auf, denn alleine das Rollen aus dem Bett ist meistens schon ein Kraftakt. Körper und Geist sollten nach einer 20-Minuten-Zeitspanne wieder aktiv werden, um den Tag nicht mit einer lähmenden Trägheit zu beginnen. Einige Forscher raten allerdings gänzlich vom verlockenden Nickerchen ab. Langzeitpendler laufen Gefahr, durch die zusätzliche Ruhephase nachts schlechter zu schlafen. Daher ist wohl für alle Pendler die beste Lösung: Wer abends früher in Bett geht, kann einem langwierigen Arbeitsweg gelassener gegenüberstehen. Denn wir wissen ja alle: mit wenig Schlaf kommt einem so mancher Tag oder Kollege gleich doppelt so anstrengend vor.

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Und falls Sie mehr über das Pendlerverhalten in anderen europäischen Ländern erfahren möchten, dann finden Sie mehr zu dem Thema hier.

Sie können natürlich auch Ihre nächste Präsentation in der Bahn vorbereiten. Ob Namensschilder oder Moderationsbedarf, wir haben alles was Sie dafür brauchen könnten.

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Das Phänomen der Handyromane stammt aus Japan, dem Land der eingequetschten U-Bahn-Fahrer, wo oftmals gerade genug Bewegungsfreiheit herrscht, um den Daumen auf dem Telefondisplay zu verschieben.
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