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Deutsche Startups vorgestellt: Kleidung aus Milch

Deutsche Startups vorgestellt: Kleidung aus Milch

Der eigene Chef sein, den Schreibtisch hinter sich lassen und nicht mehr jeden Tag die gleichen Arbeitsaufgaben bewältigen: Millionen Menschen wollen sich gerne selbständig machen und erfolgreich mit ihren eigenen Ideen durchstarten. Im Rahmen unsere Startup-Interview-Reihe stellen wir auf dem Viking-Blog Unternehmen mit außergewöhnlichen Ideen oder neuen Geschäftsmodellen vor, die in Zukunft garantiert noch für Aufmerksamkeit sorgen werden.

Anke Domaske Quelle: QMILK

Anke Domaske
Quelle: QMILK

Manchmal muss man für die zündende Idee allerdings ein bisschen um die Ecke denken. Anke Domaske hat genau das gemacht. Die Diplom-Biologin entwickelt, um es mal einfach zu sagen, Kleidung aus Milch. Ja genau, richtig gelesen: Milch. Genauer gesagt entwickelt sie aus Non-Food-Milch eine Milchfaser, die sowohl für die Produktion von Kleidung als auch von anderen Textilien eingesetzt werden kann. Und nicht nur das: Inzwischen stellt ihr Startup QMILK  auch eine ganze Reihe von Naturkosmetikprodukten her. Im Interview verrät sie uns mehr über ihre Idee, die Entstehungsgeschichte dahinter und mit welchen Hindernissen sie anfangs zu kämpfen hatte.

Viking: Was ist das Konzept hinter QMILK?

Anke Domaske: „Wir wenden das Konzept Zero-Waste für unsere Produktionen vom Rohstoff an und wir setzen ausschließlich 100% natürliche Inhaltsstoffe ein.“

 Viking: Wie ist die Idee für QMILK entstanden?

Anke Domaske: „Mein Stiefvater war erkrankt und wir konnten keine chemisch unbehandelte Kleidung für ihn finden. Damals stießen wir auf ein altes Verfahren, welches wir weiterentwickelt haben, zu einer Milchfaser, die ohne Formaldehyd auskommt und die aus 100% natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen besteht.“

Viking: Wann wurde das Unternehmen gegründet und welche Hindernisse hatten Sie zu überwinden?

Anke Domaske: „2011 wurde das Unternehmen gegründet und wir haben auch viele Hürden hinter uns. Am Anfang hat niemand an unsere Idee geglaubt. Wir haben alles mit einem kleinen Mixer selbst in die Hand genommen und uns den Großteil mit Learning by Doing angeeignet. Weitere Hürden waren sicher auch der Aufbau einer Finanzierung und Partner, die unser Projekt auch als Lebenswerk sehen.  Und unsere entkernte Halle, die sich immer mehr gefüllt hat und sich aber weiterhin im Umbau befindet.“

Viking: Mussten Sie viel Überzeugungsarbeit leisten, bis Ihre Nutzung von Milch verstanden wurde?

Anke Domaske Quelle: QMILK

Anke Domaske
Quelle: QMILK

Anke Domaske: „Am Anfang gab es sicher noch Bedenken, dass ein Lebensmittel für unseren technischen Stoff verarbeitet wird, aber wir merken immer mehr dass wir diese Bedenken mit guter Kommunikation schnell ausräumen können. In Deutschland werden jährlich über 2 Mio. Tonnen Milch entsorgt, die nicht zum Verzehr geeignet sind. Ansonsten sind sicher immer noch viele erstaunt, wie man aus dieser Flüssigkeit eine Textilfaser herstellen kann.“

Viking: Welche Tipps würden Sie anderen Menschen geben, die sich mit einer Idee selbstständig machen wollen?

Anke Domaske: „Man muss an seine Idee glauben und man darf nie aufgeben. Es gibt so viele Leute, die einem sagen, es ist nichts oder man wird es nie schaffen. Aber man muss auch hart arbeiten, um seine Ziele zu erreichen.“

Viking: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft von QMILK?

Anke Domaske: „Wir gehen aktuell mit der Faser auf den Markt und sehen als nächstes großes Ziel, unsere Produktion zu stabilisieren und das Unternehmen zu festigen.“

Mehr Informationen zu QMILK und den Ideen dahinter finden Sie hier.

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Es gibt so viele Leute, die einem sagen, es ist nichts oder man wird es nie schaffen. Aber man muss auch hart arbeiten, um seine Ziele zu erreichen.
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