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Die Geschichte vom Erdmännchen und dem Vogel – Meerkat und Twitter

Die Geschichte vom Erdmännchen und dem Vogel – Meerkat und Twitter

Es war einmal ein Erdmännchen, das den kleinen Vogel unterstützen wollte. Plötzlich konnte es auch Videos zwitschern. Im Klartext: Die neue App Meerkat will Twitter um eine Funktion erweitern. Aber was macht die neue App und wie sieht Twitter das ganze Vorhaben?

 

Die Idee

Von jedem Ort der Welt interessante Dinge nicht nur in 140 Zeichen twittern, sondern seinen Abonnenten mit einem Shortclip live einen Eindruck geben. So sollten bald nicht mehr nur einfache Zeichentweets in die Welt geschickt werden, sondern vor allem live von interessanten Vorträgen oder Innovationen gestreamt werden können. Die Idee scheint anzukommen. Knapp zwei Wochen nach Launch konnten schon 120.000 Nutzer verzeichnet werden.

 

So funktioniert es

twitterDie App war zunächst mit Twitter verknüpft. Abonnenten konnten ganz einfach vom Twitter-Account übernommen werden. Diese wurden benachrichtigt, sobald ein Livestream gestartet wurde, konnten zusehen und gleich Kommentare hinterlassen. Der User ist darüber informiert, wer seinen Stream aktiv verfolgt. Die einzige Bedingung: Der User kann diese Szene nur live sehen, ein erneutes Ansehen ist nicht möglich. Beendet der User den Stream, wird der Abonnent lediglich darüber in Kenntnis gesetzt. Die Videos werden nicht in einer Cloud gespeichert, können aber auf dem Endgerät gesichert werden. Ähnlich der Fotoapp „Snapchat“ nur, dass der Stream öffentlich ist.

Was Twitter denkt

periscope-android-882x571Wer jetzt denkt, dass sich Twitter über die zusätzliche Funktion freut, der irrt. Am Wochenende hat der Kurznachrichtendienst den Datenzugang für die App blockiert und somit den Usern die Möglichkeit verweigert, die Abonnenten aus dem Twitter-Account zu übernehmen. Das bedeutet vor allem einen Mehraufwand für den Meerkat-Nutzer, um sich dort ein Netzwerk aufzubauen. Die Entwickler reagierten jedoch sofort und statteten die App mit einer Suchfunktion aus, um Freunde, Bekannte, Kollegen etc. dennoch ausfindig machen zu können. Zudem hat Twitter vor wenigen Tagen erst Meerkats direkten Konkurrenten Periscope gekauft und will sich nun auf deren Ausweitung konzentrieren.

Es wird also spannend bleiben, wie sich die beiden Konkurrenten entwickeln. Eins ist jedoch klar: Meerkat entstand aus einem Startup und wurde innerhalb von nur zwei Wochen von einer Person programmiert und gewann innerhalb von weiteren zwei Wochen 120.000 User. Wenn das mal nicht schon ein Erfolg ist.

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meerkat Ähnlich der Fotoapp „Snapchat“, nur dass der Stream öffentlich ist
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