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Die Lehren der Meister: D.J. De Pree – der mutige Macher hinter Herman Miller

Die Lehren der Meister: D.J. De Pree – der mutige Macher hinter Herman Miller

In unserer Reihe „Die Lehren der Meister“ stellen wir große Unternehmer vor und zeigen, wie junge Gründer von deren Erfolgsgeheimnissen profitieren können. Die Geschichten von Steve Jobs, Adi Dassler und Horst Riegel handeln von innovativen Erfindungen und großen Namen. Oft genug aber kennt man die Namen hinter den Produkten nicht. Oder haben Sie schon einmal von D.J. De Pree gehört? Er ist der Gründer des US-amerikanischen Möbelherstellers „Herman Miller“, der viele bekannte Design-Klassiker geschaffen hat.

Potenziale erkennen

D.J. De Pree – die Kürzel stehen übrigens für Dirk Jan – erwarb als junger Mann in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Möbelunternehmen, das er im Laufe der Jahre zu einem der größten und innovativsten Anbieter für Wohn- und Büromöbel aufbaute. Viele seiner Entwicklungen sind heute moderne Klassiker und werden weiter produziert. De Pree selbst war weder Designer noch ein besonders begeisterter Zahlenmensch. Sein Erfolg hat andere Wurzeln: Er glaubte daran, dass jeder Mensch einzigartige Fähigkeiten hat. Und er war überzeugt: Wenn er Menschen eine Bühne bot, um diese Fähigkeiten auszuleben, konnte er gemeinsam mit Ihnen Dinge erreichen, die er alleine nicht schaffen konnte.

Mut, anders zu sein

Diese Lebensphilosophie legte den Grundstein für seinen Erfolg. Als die große Depression dem jungen Unternehmen zu schaffen machte, begann De Pree nicht, wie viele andere, einen ängstlichen und verzweifelten Kampf ums Überleben. Er setzte stattdessen auf die Kreativität des Designers Gilbert Rohde. Gemeinsam begannen sie neue Einrichtungsideen zu entwickeln. Sein Mut machte sich bezahlt: Ab 1945 fertigte das Unternehmen zunehmend Designerstücke statt traditionelle Möbel. In den darauf folgenden Jahren arbeitete er mit legendären Designern wie George Nelson oder Charles und Ray Eames zusammen und produzierte Möbel, die zu Ikonen der Moderne avancierten. Dass das Design nicht den damaligen Trends entsprach, ist ein weiteres Geheimnis seines Erfolges: De Pree wollte mit seinem Unternehmen stets einzigartig sein und setzte sich deshalb von gängigen Mustern und Moden ab.

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Offen für neue Ideen

Trotz des Erfolges hatte De Pree immer Zeit für seine größte Leidenschaft: dem Erwerb von neuem Wissen. Er las nicht nur sehr viel, er lernte auch gerne und immer wieder neue Menschen kennen. Dass ihm dabei Treue und Vertrauen viel bedeutete, zeigt das Beispiel seiner Sekretärin Hannah Mae Borst, die über 50 Jahre für ihn tätig war. 1962 trat D.J. De Pree zurück und überließ seinen Söhnen Hugh und Max die Leitung von Herman Miller. D.J. De Pree starb im Jahre 1990 mit 99 Jahren.

Heute verkauft das Unternehmen Herman Miller weiterhin seine Möbelklassiker, aber auch neue Entwicklungen und innovative Produkte für das Gesundheitswesen. Das börsennotierte Unternehmen produziert in den USA, China, Italien und Großbritannien und vertreibt seine Produkte in über 100 Ländern.

Lassen Sie sich von De Pree inspirieren:

  1. Sie müssen nicht alles können – erkennen, unterstützen und nutzen Sie die Fähigkeiten anderer.
  2. Unterwerfen Sie sich keinen Moden – seien Sie einzigartig.
  3. Werden Sie nicht zum Workaholic: Nur mit Zeit für Neues hat man neue Ideen.

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