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Jobsharing – das etwas andere Teilzeit-Modell

Jobsharing – das etwas andere Teilzeit-Modell

“Suchen studierte Grafikerin für 38 Stunden in der Woche. Teamfähigkeit und eigenständiges Arbeiten werden vorausgesetzt.”
Auf eine solche Anzeige würde sich die zweifache Mutter, nennen wir sie Sanne, gerne bewerben. Aber 38 Stunden sind mit zwei Kindern einfach nicht zu machen. Wie ihr geht es vielen anderen Müttern. In den Niederlanden und in Skandinavien gibt es hierfür schon länger eine Lösung: Jobsharing – was das ist und wie es funktioniert…

Was es ist…

Es ist das Besetzen einer Stelle mit zwei Arbeitnehmern. So haben beide eine halbe Stelle und doch ist die volle Stelle besetzt. Das bietet beispielsweise Müttern die Chance, zu arbeiten und doch ausreichend Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können. Dieses Modell ist besonders dann interessant, wenn die Stelle voll besetzt werden muss. So profitieren sowohl Arbeitnehmer und auch Arbeitgeber …

…von den Vorteilen

Jobsharing2Diese sind für beide Parteien nicht zu verachten.
Die Seite des Arbeitgebers kann sich über mehr Kompetenz freuen. Denn vier Augen sehen mehr als zwei. Die ”Jobsharer” haben meistens zwei verschiedene Bildungswege, die den Kompetenzenmix zusätzlich erweitern. Zwei sich vereinende Netzwerke bringen ebenso einen Mehrwert für den Arbeitgeber.
Zudem kommt noch eine automatische Krankheitsvertretung. Fällt einer aus, so kann der andere die Arbeit übernehmen – ohne Verluste.

Für die Seite der Arbeitnehmer lässt sich mit dem Jobsharing Modell schnell die Frage Kind oder Karriere durch Kind und Karriere beantworten. Zudem bietet die andere Kraft noch zusätzliche Sicherheit. Klappt etwas nicht mit der Kinderbetreuung, könnte immer noch die andere Kollegin übernehmen.
An welchen Tagen arbeitet wer? Wie sind die Aufgaben gerecht verteilt? Was ist mein Aufgabenbereich und was ist deiner? Wo liegen meine Kompetenzen und wo genau deine? All das sind Fragen, die im Vorhinein klar und deutlich beantwortet werden müssen, um eine gute Basis für beide zu schaffen.

Die Nachteile

Offensichtlichster Nachteil für den Arbeitnehmer ist sicherlich, dass es weniger Geld gibt. Man teilt sich schließlich nicht nur die Arbeit, sondern eben auch das Gehalt. Sollte allerdings sowieso nur eine halbe Stelle angestrebt worden sein, kann man am Ende mit einem ähnlichen Betrag auf dem Konto rechnen.
Als Nachteil zu nennen ist außerdem, das hohe Konfliktpotential. Bei einem solchen Modell müssen sich beide Parteien gut verstehen und die Grenzen klar gesteckt werden. Ansonsten kann schnell eine Art Konkurrenzkampf entstehen.

Für den Arbeitgeber liegt ein Nachteil auch auf der Hand. Meist ist ein solches Modell teurer für den Arbeitgeber. So müssen schließlich zwei Personen beispielsweise versichert werden. Dies sollte aber von einem doppelten Kompetenzen- und Netzwerkgewinn aufgehoben werden.

Für ein familienfreundliches Unternehmen sicherlich noch eine weitere Variante unterstützend tätig zu werden.

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jobsharing Zwei sich vereinende Netzwerke bringen einen Mehrwert für den Arbeitgeber
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