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Kuriose Krankmeldungen

Kuriose Krankmeldungen

„Der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen“, „Der Bus ist nicht aufgetaucht“ oder „Ich hab Kopfschmerzen“ – wir alle kennen (und benutzen) diese kleinen Ausreden im Alltag oder bei der Arbeit, um aus unangenehmen Situation rauszukommen. Auch wenn wir es eigentlich alle besser wissen, kribbelt es einem schon manchmal in den Fingern, einfach einen Tag mal nicht bei der Arbeit aufzutauchen- besonders wenn man weiß, dass einen ein anstrengedes Meeting, ein unangenehmes Projekt oder eine schwierige Deadline erwartet. Die meisten Arbeitnehmer greifen in dem Fall sicherlich zu einer Gesundheits-Ausrede: Husten, raue Stimme und wiederholtes Schniefen lassen sich am Telefon selbst für den Laienschauspieler noch einigermaßen glaubwürdig verkaufen. Was aber, wenn die Ausreden dann doch ein wenig zu abenteuerlich werden? In einer Studie wurden jetzt über 2000 Personalverantwortliche zu den absurdesten Krankheitsmeldungen befragt, die diese in ihren Laufbahnen bis jetzt gehört haben. Und da kamen einige Knaller zusammen.

Stethoskop

https://www.flickr.com/photos/diekatrin/

Bevor jetzt hier aber irgendwelche Gerüchte über ewige Krankheitsstände entstehen, müssen wir für die deutschen Arbeitnehmer erstmal eine Lanze brechen. Tatsächlich sind die Arbeitnehmer der Bundesrepublik ziemlich brav, wenn es um Krankheitstage geht. Im Durchschnitt hat sich jeder Mitarbeiter in 2014 nur 9,5 Tage im Bett gegönnt – das ist sogar besser, als wie noch vor 20 Jahren. Denn 1994 – ja, das ist tatsächlich schon 20 Jahre her – war der Kollege vom Nachbartisch im Durchschnitt noch ganze 12 Tage im Jahr krank. Besonders in Gesundheits- und Erziehungsberufen sind Beschäftigte starkem Zeitdruck ausgesetzt, was natürlich auf Dauer den Körper und das Immunsystem schwächt und gerne mal den einen oder anderen Mitarbeiter mit einer Grippe außer Gefecht setzt. Da zweifelt sicherlich kein Personaler eine Krankmeldung an – in anderen Fällen sieht das aber anders aus.

Stellen Sie sich mal vor: Sie sind der Personalbeauftragte Ihrer Firma und ein Mitarbeiter ruft Sie an und verkündet fröhlich, dass er nicht kommen kann, weil „er sich beim Haarekämmen mit dem Kamm ins Auge gestochen hat“. Klingt zu absurd? Gut, nehmen wir ein anderes Beispiel. Ein Arbeitnehmer hat sich mit folgenden Worten krankgemeldet: „Das Universum hat mir befohlen, heute zu Hause zu bleiben.“ Das sind tatsächlich wahre Krankmeldungen, die so an die Firmen gegeben wurden. Da kommt man sich mit Gründen wie Kopfschmerzen oder Husten ja fast schon einfallslos vor. Es gibt allerdings auch verrückte Krankmeldungen, bei denen möchte man sich doch fast mal mit dem „Patienten“ unterhalten, denn deren Leben klingt um einiges spannender, als das Leben des Ottonormalverbrauchers. So würde man doch fast gerne mal mit demjenigen einen Kaffee trinken, der angegeben hat: „Meine Oma hat mich mit Schinken vergiftet.“ Die Familiengeschichte dahinter muss faszinierend sein. Ebenso ist die Hintergrundstory zu folgender Krankmeldung sicherlich eine Diskussion wert; „Ein Lama hat nach mir getreten und mir das Bein gebrochen.“

 

LLama

https://www.flickr.com/photos/ladydragonflyherworld/

Andererseits ist bei manchem hilflosen Mitarbeiter schon Hopfen und Malz verloren, denn bei folgender Krankmeldung fällt wohl selbst dem abgebrühtesten Personaler nicht mehr viel ein: „Meine Frau hatte alle meine Unterhosen in der Waschmaschine.“ Vielleicht gibt es ja noch ein bisschen Firmenbudget, um dem armen Mann ein paar Schlüpfer zu kaufen. Nicht immer werden solche Ausreden von der Personalabteilung einfach so hingenommen, denn in der Studie gab jeder Dritte Befragte an, bei Verdacht auch die angegebenen Gründe der Mitarbeiter zu überprüfen. Inwieweit die fehlende Unterhose überprüft wurde, wurde allerdings nicht angegeben.

Vielleicht kommen diese seltsamen Gründe allerdings auch von dem weit verbreiteten Gefühl, dass für einen freien Tag immer ein Grund gegeben werden muss – selbst für regulären Urlaub. Besonders Berufsanfänger haben laut der Umfrage vermehrt das Gefühl, jeden Urlaubstag rechtfertigen zu müssen, auch wenn in den meisten Firmen tatsächlich niemand an den Gründen für Urlaubstage interessiert ist. Wir hätten noch mehr Fakten zum Thema kuriose Krankmeldungen, allerdings müssen wir jetzt aufhören, denn „der Wellensittich hat sich erkältet und wir müssen uns um ihn kümmern.“

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Damit Sie Ihre nächste Krankmeldung auch ohne Probleme aufschreiben können, haben wir diverse Kugelschreiber, Stifte und Marker für Sie – viel Glück bei einem kreativen Grund.

Für noch mehr Informationen rund um Büro und Arbeit schauen Sie doch mal auf unserer Facebook-Seite oder bei uns auf Twitter vorbei.

Ein Arbeitnehmer hat sich mit folgenden Worten krankgemeldet: „Das Universum hat mir befohlen, heute zu Hause zu bleiben.“
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