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Pendeln – So kommen Engländer, Niederländer und Deutsche ins Büro

Pendeln – So kommen Engländer, Niederländer und Deutsche ins Büro

Kaum ein anderes Land nimmt die Arbeit so ernst wie Deutschland. Das hat sicherlich seinen Vorteil was den allgemeinen Wohlstand unseres Landes angeht, bringt aber auch so seine Schwierigkeiten mit sich.

Dass wir Deutschen arbeitstechnisch keinen Spaß verstehen,  kann man auch an unserer strengen Büroetikette erkennen. Bei der Zusammenarbeit mit den Kollegen im Büro sollte man folgendes daher unbedingt vermeiden: Klatsch und Tratsch verbreiten, keine Solidarität zeigen, die Höflichkeitsregeln ignorieren, stark riechendes Essen am Schreibtisch verzehren oder Fenster aufreißen ohne vorher den Büronachbarn zu fragen.

Neben diesen allgemeinen Höflichkeitsregeln ist vor allem die Pünktlichkeit das A und O im Berufsleben. Und das nicht nur in Deutschland. Auch in den Niederlanden und in Großbritannien gilt Pünktlichkeit als oberstes Gebot unter Arbeitnehmern.

Leider ist es nicht immer möglich pünktlich zu sein, denn hin und wieder fällt der Bus aus, oder man steckt unerwartet im Stau. Letzteres passiert übrigens den meisten Deutschen regelmäßig, denn deutsche Arbeitnehmer lieben ihre Autos. So fahren laut der Bundesagentur für Arbeit 66 % der Bundesbürger mit dem eigenen Pkw zur Arbeit. Nur 14 % benutzen öffentliche Verkehrsmittel, 9 % laufen und 9 % fahren mit dem Fahrrad. Auch in unseren Nachbarländern steht das Auto bei Pendlern hoch im Kurs. In GB benutzen 57 % das Auto, 16 % der Berufstätigen benutzen öffentliche Verkehrsmittel, 10 % laufen und nur 3 % fahren Rad. In den Niederlanden dominiert das Auto mit 60 %, während 25 % der Arbeitnehmer radeln und nur 5 % sich auf Bus und Bahn verlassen.

Diese Zahlen deuten auch darauf hin, dass wir Deutschen am längsten unterwegs sind. Im Gegensatz zu unseren Kollegen in den Niederlanden, die durchschnittlich 42 Minuten ins Büro brauchen und den Briten, die nochmal 10 Minuten länger unterwegs sind, kann es bei uns schon mal eine Stunde dauern.

Obwohl lange Arbeitswege manchmal einfach nicht zu vermeiden sind, bedeutet das nicht gleich vergeudete Zeit: Viele Pendler nutzen die Zeit in Bus und Bahn produktiv – etwa zum Checken von E-Mails  oder Schreiben von Notizen.

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Pünktlichkeit ist das A und O im Berufsleben. Und das nicht nur in Deutschland.
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