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Von David zu Goliath: Erfolgreich wachsen

Von David zu Goliath: Erfolgreich wachsen

Wenn das eigene Startup die ersten Hürden genommen hat, stehen viele Veränderungen an. Das hört bei der Person des oder der Gründer nicht auf. Denn mit der wachsenden Anzahl an Angestellten geht eine, zum Teil massive Veränderung der eigenen Aufgaben einher. Was sich zunächst merkwürdig anhört, ist allerdings ein tatsächlich stattfindender, meist aber verdeckter Prozess. Denn: Meist werden Startups von Fachleuten gegründet, bspw. von Programmierern, Steuerberatern oder Grafikern. Wächst die Firma, muss der Existenzgründer jedoch zunehmend die Aufgaben eines Unternehmers wahrnehmen, statt die der Fachfrau oder des Fachmanns. Anders gesagt: Der Unternehmer arbeitet dann nicht nur im, sondern vor allem auch am Unternehmen. Die meisten Gründer sind sich  dieser neuen Rollen jedoch nicht bewusst. Das Resultat: 10 von 11 Startups scheitern. Deshalb haben wir die drei wichtigsten Aufgaben, denen sich ein expandierender Existenzgründer stellen muss, zusammengetragen:

What goes around, comes around

Für den Erfolg eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter essenziell. Mit dem Einstellen qualifizierten Personals ist es aber nicht getan. Das dann vorhandene Potenzial will auch bestmöglich genutzt werden. Deshalb ist es wichtig, die Arbeitskräfte individuell zu fördern und einzusetzen. Zum Beispiel sind Freiräume – natürlich innerhalb klar abgesteckter Rahmenbedingungen – sinnvoll: Home Office, Gleitzeit, Vertrauen und Freiheiten haben sich in vielen erfolgreichen Unternehmen bewährt. Wichtig ist auch vor jeder Wachstumsstufe zu überlegen, ob das Team den nächsten Schritt stemmen kann und ggf. „nachzurüsten“. Neueinstellungen sind allerdings nicht nur eine Chance, sondern immer auch mit Risiken verbunden. Ein durchdachtes Wachstumsmanagement ist daher das A und O.

Mit den Augen eines Falken

Es ist mitunter lästig, aber stets hilfreich: der vergleichende Blick zur Konkurrenz. Gerade in der Anfangsphase mag dieser ermüdend und frustrierend sein, zum Beispiel wenn der Mitbewerber ständig einen Schritt voraus zu sein scheint. Dabei kann der direkte Vergleich auch inspirierend sein: Versuchen Sie von der Konkurrenz zu lernen und Chancen für Ihr eigenes Geschäft abzuleiten. Stellenausschreibungen und neue Standorte weisen bspw. auf Marktchancen für die eigene Branche hin. Ein Vergleich mit der Konkurrenz macht letztendlich aber immer nur dann Sinn, wenn man bereit ist, an sich selbst Kritik zu üben und an sich bzw. am Unternehmen zu arbeiten. Die Frage „Wo können wir uns noch verbessern?“ muss stets über dem eigenen Ego stehen.

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen

Zu den neuen Aufgaben, denen sich ein Jungunternehmer stellen muss, gehört ebenfalls die Müllentsorgung, allerdings nicht im klassischen Sinn. Während für die vollen Papiereimer im Idealfall eine Reinigungskraft zuständig ist, bedarf es einer Analyse und konsequenter Entsorgung störender Abläufe, unproduktiver Angebote oder Kunden, die keinen Deckungsbeitrag bringen. Wer hier nicht von Anfang an aufpasst, dessen Unternehmen kann schnell ineffizient werden. Aber Achtung: Gerade am Anfang kann es Sinn machen, auch kleinere Aufträge anzunehmen und sich so Empfehlungen zu erarbeiten und sein Portfolio zu erweitern. Sobald aber die Umsätze stabil sind und Gewinne eingefahren werden, lohnt sich eine stärkere Selektierung. Die Konzentration sollte nun auf den Kernkompetenzen des Unternehmens und des Teams liegen.

Bleiben Sie sich treu

Bei allen Überlegungen, Entscheidungen und Aufgaben, die man bewältigen muss: Bleiben Sie stets Ihrem Anspruch und Ihrer Firmenphilosophie treu. Ein Schema F zum Erfolg gibt es nicht, aber ein Schlüssel zum Erfolg ist in jedem Fall die Werte zu bewahren, die Ihr Unternehmen einzigartig machen.

 

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erfolgreich_wachsen Auch der Gründer muss sich umstellen: Er arbeitet dann nicht nur im, sondern vor allem auch am Unternehmen.
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