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Cloud-Dienste: komfortabel und sicher?!

Cloud-Dienste: komfortabel und sicher?!

Die Auslagerung der IT in externe Rechenzentren, den sogenannten Clouds, macht Ihr Unternehmen extrem flexibel und spart überdies Kosten und Zeit. Andererseits besteht in der Cloud auch das Risiko, dass die Daten Ihres Unternehmens einfacher ausspioniert werden können. Spähangriffe auf deutsche Firmen sind bekanntlich keine Seltenheit. Um Ihre Datenmengen dennoch sicher in die Wolken des World Wide Web auslagern zu können, muss zum Beispiel genau analysiert werden, für welche Ihrer Daten Clouddienste sinnvoll sind. So ist beispielsweise bei Forschungs- oder strategischen Planungsdaten höchste Vorsicht geboten! Auch bei personenbezogenen Daten sind schärfste Sicherheitsstandards gefragt – zumal diese dem gesetzlichen Datenschutz unterliegen!

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Aber auch die Entscheidung, ob Sie Ihre Datensätze in eine Public (öffentlich zugängliche Infrastruktur) oder Private Cloud (Bereitstellung über ein firmeninternes Intranet) einspeisen, ist essenziell. Bei der Entscheidung können die folgenden Kriterien helfen:

Höchste Flexibilität bei guter Kostenkontrolle

Eine Public Cloud eignet sich besonders für junge, stark wachsende Unternehmen. Diese ist nämlich hochgradig skalierbar und kann somit auch kurzfristig an den aktuellen Nutzerbedarf angepasst werden. So wird einzig die gerade benötigte Leistung gemietet und bezahlt. Der Nachteil: Die eigenen Unternehmensdaten werden zusammen mit den Datensätzen anderer Unternehmen auf dem Providersystem gespeichert.

Maximale Sicherheit auf begrenztem Raum

Bei einer Private Cloud befinden sich Ihre Daten auf einem lokalen Speicherplatz, auf deren Infrastruktur keine anderen Unternehmen zugreifen. Diese Variante der Datenablage ist z.B. für Unternehmen mit mehren Standorten optimal. Kleiner Wermutstropfen: Die Ressourcen sind nicht unendlich, sondern durch die dezi-dierte Umgebung stark begrenzt. Zudem verringert sich aus technischen Gründen die Ladegeschwindigkeit um ein erhebliches Maß, wenn Sie Daten von unterwegs aus Ihrer privaten Cloud laden.

Sicherheit Made in Germany

Egal ob Public oder Private Cloud: Am sichersten sind hierzulande immer noch deutsche Anbieter mit Ser-vern in Deutschland. Denn hier gelten strengste Datenschutzauflagen, an die kaum ein anderes Land heran-reicht. Allerdings ist die Liste an guten Cloud-Hosting-Anbietern mit Rechenzentren in Deutschland kurz. Hier beispielhaft drei im Kurzprofil (Anbieterangaben):

  1. JiffyBox
    jiffyJiffyBox ist das Cloud-Hosting-Angebot der Domainfactory GmbH mit Sitz bei München. Der Hoster bietet eine sekundengenaue Abrechnung, dessen günstigster Server (1 Gigabyte Arbeitsspeicher, 50 Gigabyte Festplatte) zwei Cent, das teuerste Modell (16 Gigabyte RAM und 600 Gigabyte HDD) 25 Cent kostet. Inakti-ve Server können eingefroren werden – für diese fallen dann geringere Gebühren an. Die JiffyBox nutzen können allerdings ausschließlich Linux-Nutzer, eine Erweiterung auf das Betriebssystem Windows ist bislang nicht vorgesehen.
  2. HostEurope Rootserver
    Untitled-2Auch die Rechenzentren des HostEurope Rootserver liegen in Deutschland. Dessen günstigster Server (16GB RAM und 2TB Festplattenspeicher) liegt bei 49 Euro pro Monat. Damit ist er zwar teurer als JiffyBox, kann dafür allerdings für die Betriebssysteme Windows, Linux, iOS und Android genutzt werden. Der Dienst ist monatlich kündbar und im Falle eines Ausfalls wird bis zu 100% der monatlichen Miete erstattet, sofern die Ursache bei Host Europe liegt.
  3. OwnCloud
    owncloudOwn-Cloud ist die freie Alternative zu kommerziellen Cloud-Anbietern. Ohne Zusatzkosten kann es auf einem privaten Server installiert werden, dabei ist es an kein bestimmtes Betriebssystem gebunden. Der europäische Unternehmenssitz liegt in Nürnberg.

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