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Deutsche Startups vorgestellt: Offtime

Deutsche Startups vorgestellt: Offtime

Man ist auf der Arbeit und das Smartphone ist immer in der Hand. Man ist beim Essen mit der Familie und das Smartphone ist immer in der Hand. Und man ist im Urlaub und das Smartphone ist immer in der Hand. Sehen Sie das Problem? Richtig, in der heutigen Zeit hat man das Handy einfach immer und überall dabei und findet dank ständiger Vernetzung nie wirklich Zeit und Ruhe, um einfach mal abzuschalten. Dabei wäre genau das für viele Leute so wichtig, um Burnout und Stress zu vermeiden. Häufig fällt es einem selber allerdings schwer, den ersten Schritt zu machen und die eigene Erreichbarkeit einzuschränken. Aber zum Glück steht man da nicht alleine vor, denn es gibt Apps wie Offtime. Das junge Startup hinter der App möchte Menschen dabei unterstützen, die eigene Vernetzung wieder mehr selber zu kontrollieren und bewusst auch einfach mal abzuschalten – sowohl das Handy, als auch seelisch. Im Interview hat uns Stefanie Laufs im Namen von Offtime mehr zu dem Konzept verraten.

 Viking: Was ist das Konzept hinter Offtime?

offtimeStefanie Laufs: Offtime ist ein junges Post-Technologie-Startup aus Berlin, das sich der Mission für effektive Auszeiten im digitalen Alltag verschrieben hat. In Zeiten von Handy, Tablet und Co. fällt das Abschalten immer schwerer. Ob im Privat- oder Berufsleben –  das Smartphone ist zum ständigen Begleiter geworden. Durch die dauerhafte Vernetzung und die steigende Nutzung des Handys fällt es den Nutzern immer schwerer, auch mal abzuschalten. Deshalb setzt sich Offtime für einen gesunden und balancierten Technikkonsum ein und ermöglicht seinen Nutzern einfach abzuschalten, sich zu fokussieren und ein Gleichgewicht zwischen Arbeit, Freizeit und Techniknutzung zu finden. In Retreats (in Deutschland, Schweiz und Österreich), die sich den Prinzipien der ‘Digital Detox Camps’ entlehnen und doch etwas ganz Neues schaffen, ermöglichen sie den Teilnehmenden abzuschalten, Kraft zu tanken, den eignen Fokus schärfen. Die App-basierte Technologielösung für den Alltag gibt eine Übersicht über die eigene Smartphonenutzung und ermöglicht Kommunikationskanäle zu filtern und App-Zugriffe zu blockieren.  Hierdurch können die Nutzer motivierter arbeiten und die Kontrolle über ihre eigene Vernetzung zurückgewinnen.

Viking: Wie ist die Idee für Offtime entstanden?

Stefanie Laufs: Unser gesamtes Team ist sehr technikaffin, aber wir fragen uns auch, wann und wie die Nutzung von Technik (Smartphones, Internet und Co.) zu viel ist und wie man aus der ständigen Vernetzung ausbrechen kann. Also fragten wir uns, wie man online & offline miteinander verbinden und effektive digitale Auszeiten in den Alltag integrieren kann. Die Lösung war Offtime.

Viking: Wann wurde das Unternehmen gegründet und welche Hindernisse hatten Sie zu überwinden?

Stefanie Laufs: Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne im Jahr 2013 haben wir, Alexander Steinhart, Michael Dettbarn und Dr. Marc Scherfenberg, unsere Anti-Stress-App in Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelt. Die offizielle App ist im Google Play Store und Apple App Store verfügbar und inzwischen in aller Welt mehr als 500.000 mal heruntergeladen worden. Von Google wurde sie in über 25 Ländern unter “Best Apps of 2014″ gelistet.

Wir mussten zu Beginn zwei Hindernisse überwinden. Zum einen brauchten wir Geld und Ausdauer für die Entwicklung des Prototyps und später für das erste Produkt im Store. Des Weiteren musste wir natürlich Aufmerksamkeit erzielen, um von Unternehmen ernst genommen zu werden.

Viking: Wie wichtig ist es, in der heutigen Zeit auch mal nicht erreichbar zu sein?

Stefanie Laufs: In der heutigen vernetzten Zeit haben wir permanent Angst davor etwas zu verpassen, also schweift der Blick öfter als uns eigentlich lieb ist aufs Smartphone. Das Abschalten im Alltag ist also recht schwer geworden. Es ist wichtig, den Menschen wieder mehr Raum zum Atmen zu geben und ihnen aufzuzeigen, dass Abschalten nicht gleich Isolation bedeutet. Mit Offtime wollen wir Menschen die Kontrolle über ihre eigene Vernetzung zurückgeben und ihnen Gelegenheit geben, sich im Job besser konzentrieren und im Privatleben wieder zueinander finden zu können.

https://www.flickr.com/photos/68532869@N08/

https://www.flickr.com/photos/68532869@N08/

 Viking: Welche Tipps würden Sie anderen Menschen geben, die sich mit einer Idee selbstständig machen wollen?

Stefanie Laufs: Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass es kein Zuckerschlecken ist, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Wer jedoch viel Arbeit und Zeit investiert, wird auch irgendwann entlohnt werden und lernt vor allem viel dazu. Uns war von Anfang an wichtig, nah an unseren Nutzern dran zu sein – wie bereits erwähnt, haben wir bereits eine halbe Million Menschen mit Offtime bereichern können. Wie genau sich die App auf das Leben von Nutzern auswirkt, haben wir mit Studien begleitet, aber auch direkt nachgefragt. Die Ergebnisse können in den Offtime-Stories nachgelesen werden. Wer sich selbstständig macht und Menschen erfolgreich für neue Ideen begeistern will, der muss vor allem eins: zuhören.

Viking: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft von Offtime?

Stefanie Laufs: Seit Anfang des Jahres haben wir Offtime zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Swisscom, dem größten Telekommunikationsanbieter in der Schweiz  weiterentwickelt und konnten Swisscom dabei als ersten längerfristigen Partner gewinnen. In Zukunft wollen wir mit noch mehr Unternehmen zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass Mitarbeiter produktiver und entspannter sind – auch im digital-vernetzten Zeitalter. Dauernder Erreichbarkeit und unreflektiertem Multitasking sagen wir mit Offtime den Kampf an.

Noch mehr Informationen zu Offtime und der Idee dahinter finden Sie auf der offiziellen Website.

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Falls Sie jetzt das Handy weglegen und lieber wieder auf klassische Kommunikationswege zurückgreifen möchten, dann unterstützen wir Sie gerne mit Briefumschlägen und Versandtaschen dabei.

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Es ist wichtig, den Menschen wieder mehr Raum zum Atmen zu geben und ihnen aufzuzeigen, dass Abschalten nicht gleich Isolation bedeutet.
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