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Unterwegs im Versicherungsdschungel

Unterwegs im Versicherungsdschungel

Der Versicherungsdschungel ist selbst für alte Hasen oft undurchsichtig und verwirrend – für junge Menschen ist es aber doppelt so kompliziert. Man will sich absichern, kommt aber vor lauter Fachlatein nicht mehr mit und hat am Ende panisch das Gefühl, man sollte besser jede Versicherung kaufen. Der Putz bröckelt von der Decke– besser absichern. Der Bekannte eines Neffen der Tante dritten Grades rutscht auf dem Laub im Vorgarten aus – besser absichern. Man niest im Museum und ein teures Gemälde ist plötzlich ruiniert – besser absichern. Schnell verliert man den Kopf, welche Versicherung man wirklich braucht und welche vielleicht doch eher nicht. Wir haben mit Katja Nauck, Social Media Managerin vom jungen Unternehmen Friendsurance, gesprochen und sind mit Ihr mal dem Thema Versicherungen auf den Grund gegangen.

Versicherung

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Viking: Welche Versicherungen sollte man auch als junger Mensch schon haben?

 Katja Nauck: Die wichtigsten Versicherungen überhaupt sind die Krankenversicherung und die private Haftpflichtversicherung. Natürlich ist man als Schüler und Student noch über die Eltern versichert. Das gilt sowohl für die Kranken- als auch für die Haftpflichtversicherung.

Die private Haftpflichtversicherung übernimmt alle Schäden, die man anderen zufügt. Dabei geht es vor allem um Schäden, die aus Versehen passieren. Man lässt zum Beispiel das Handy der besten Freundin fallen oder fährt mit dem Fahrrad aus Versehen in ein parkendes Auto. Es können aber auch Unfälle mit Personen sein, die schon einmal aufgrund der Krankenkosten sehr teuer werden können. In Deutschland haftet prinzipiell jeder laut BGB für die Schäden, die er anderen zufügt. Daher sollte eigentlich jeder eine Haftpflichtversicherung besitzen.

Einen eigenen Vertrag benötigen Studenten oder Auszubildende sobald sie Ihre Ausbildung beendet haben oder verheiratet sind. In den meisten Fällen sind Kinder bis zum Ende vom Erststudium oder Erstausbildung in Familientarifen mitversichert. Dies gilt auch, wenn sie noch studieren, aber schon in einer eigenen Wohnung leben.

Weitere Versicherungen, die wir empfehlen würden, sind die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie die Altersvorsorge. Man sollte bereits früh daran denken, wie man seinen Lebensunterhalt bestreitet, wenn man den Beruf z.B. durch einen Unfall oder Krankheit nicht mehr ausüben kann. Hier würde man in diesem Falle einen monatlichen Zuschuss erhalten.

Viking: Celebrities versichern selbst noch ihre Beine – welche Versicherungen braucht man als Ottonormalverbraucher eher nicht?

Katja Nauck: Man kann nicht pauschal sagen, diese oder jene Versicherungen braucht niemand. Denn jeder hat einen unterschiedlichen Versicherungsbedarf. Dieser ändert sich vor allem im Laufe seines Lebens. Wie bereits erwähnt, braucht man als Berufseinsteiger eher andere Versicherungen als im Alter. Des Weiteren brauchen Autofahrer, Tierhalter oder Hausbesitzer natürlich eine andere Absicherung, weil Sie für Schäden haften müssen.

Arzt

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Ebenso gilt das z.B. für die Berufshaftpflichtversicherung, die vor allem bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Makler, Anwälte oder Immobilienbesitzer abschließen müssen. Dies gilt vor allem für Berufe, in denen man für seine Beratung oder Dienstleistung haftbar gemacht werden kann.

Darüber hinaus gibt es einige Spezialversicherungen, die man nur in ganz bestimmten Fällen benötigt – wie zum Beispiel die Glasbruchversicherung, die Handy- oder Tabletversicherung, die Krankentagegeld- oder die Rechtsschutzversicherung. Auch hier gilt immer: Man sollte sich unbedingt regelmäßig beraten und den gesamten Versicherungsbedarf von einem Makler checken lassen. Dabei können unnötige Verträge aufgedeckt oder notwendige neue Absicherungen empfohlen werden.

Viking: Sie sind noch ein relativ junges Unternehmen. Was war besonders in den ersten Jahren nach der Gründung am schwersten?

Katja Nauck: Als Newcomer in einer etablierten Branche wird man gerade zu Anfang entweder gar nicht oder gleich viel zu ernst genommen. Wir mussten ein Jahr arbeiten, bis die erste Partnerschaft stand und viel in den Beziehungsaufbau mit unseren Partnern investieren. Außerdem war es eine große Herausforderung eine Idee zu einem marktfähigen Konzept auszubauen.

Nach über sechs Jahren können wir stolz behaupten Versicherungen fairer und transparenter gemacht zu haben. Inzwischen haben wir eine sechsstellige Kundenzahl aufgebaut und rund 70 Versicherungspartner, mit denen wir kooperieren.

Team

Friendsurance © Team

Viking: Wie ist die Idee zu Friendsurance entstanden?

Katja Nauck: Die Idee ist inspiriert von Versicherungen in ihren Ursprüngen, als sich Menschen in kleinen Gruppen wie Dorfgemeinschaften gegenseitig im Schadensfall unterstützt haben. Dies war einfach und effizient, jedoch im Umfang der Absicherung begrenzt.

Heute können große Versicherungsunternehmen Schäden jeder Höhe tragen, doch treiben Verwaltung, Marketing und Betrug die Kosten in die Höhe. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gab jeder Deutsche 2014 über 2.100 € für private Versicherungen aus. Viele davon werden nie oder nur selten in Anspruch genommen. In der privaten Krankenversicherung und im Kfz-Bereich gibt es bereits Bonusprogramme, die umsichtiges Verhalten mit Prämien belohnen. In den meisten anderen Versicherungsbereichen mangelt es aber noch an vergleichbaren Modellen.

Um diese Lücke zu schließen, haben die Gründer von Friendsurance ein Peer-to-peer-Versicherungsmodell entwickelt, das wieder kleine Gruppen innerhalb der großen Versicherungsgemeinschaften einführt und Schadensfreiheit innerhalb dieser Gruppen mit jährlichen Beitragsrückzahlungen belohnt.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit von Friendsurance hier.

Viele Dinge lernen wir in der Schule – wie Versicherungen funktionieren gehört allerdings nicht dazu. Wenn Sie mehr dazu erfahren wollen, dann schauen Sie doch mal bei unserem Artikel Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte vorbei.

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Behalten Sie den Überblick über Ihre Versicherungsunterlagen. Wir helfen Ihnen mit Briefablagen, Schubladenboxen und Karteikarten dabei, Ordnung zu halten.

Für noch mehr Informationen rund um Büro und Arbeit schauen Sie doch mal auf unserer Facebook-Seite oder bei uns auf Twitter vorbei.

Als Newcomer in einer etablierten Branche wird man gerade zu Anfang entweder gar nicht oder gleich viel zu ernst genommen.
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