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Wenn öffentlich, wirklich öffentlich ist – Gefahren von WLan-Hotspots

Wenn öffentlich, wirklich öffentlich ist – Gefahren von WLan-Hotspots

Mal ehrlich. Würden Sie die Inhalte ihrer Mails und ihres Facebook-Profils jedem sagen? Nein? Dann sollten Sie jetzt genau lesen. Denn wer öffentliche WLan-Hotspots benutzt, tut im Zweifelsfall genau das.

Wenn der Nachbar mitliest

In einer Zeit, wo unser Smartphone zum ständigen Begleiter geworden ist, freut man sich wie ein kleines Kind über einen öffentlichen WLan Zugang. In der Heimat schont es das Datenvolumen und im Ausland bietet es uns die Möglichkeit immer und überall problemlos online zu gehen und zu arbeiten.
Aber hier ist Vorsicht angesagt. Für Hacker sind solche Netzwerke das Paradies. Für sie ist es ein leichtes, sich zwischen Sie als Empfänger und den Sender zu stellen und vertrauliche Informationen abzugreifen. Das können Inhalte ihrer Mails oder eben ihres Facebook-Profils sein. Und schon sind ihre vertraulichen Daten in den Händen von Leuten, die Sie nicht haben sollten.

Schadsoftware im Anmarsch

wifi_hackerWenn der Hacker erstmal all ihre Informationen hat, kann er sich, in ihrem System bewegen und mögliche Schadsoftware auf ihrem Gerät installieren oder einfach ihre Daten kopieren. Besonders beliebt sind hier Adressbücher oder Zugangsdaten für Websites. Die sogenannte Schadsoftware tarnt sich meist als Update einer bekannten Anwendung und findet so sehr leicht ihren Weg auf ihr Gerät. Hier kann sie sich der Hacker an ihren Daten bedienen und weiter verwenden.

Eine andere Möglichkeit sind mittlerweile zahlreiche Apps, die sich ein jeder in seinem Store herunterladen kann. Hierfür muss man nicht mal ein besonderer Experte sein. Die Apps sind in der Lage, sogenannte Sitzungs-Cookies aus der Datenverbindung zu extrahieren. Das sind Protokolle, die der Server nach jeder Anmeldung in einem Portal versendet. Diese ermöglichen es dem Hacker, beispielsweise auf ihr Facebook-Profil zu gelangen. Denn wer die Sitzungs-Cookies hat, wird als bereits bekannter Benutzer gesehen und kann das Profil ungehindert nutzen.

 

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Loggen wir uns jetzt also besser nicht mehr in öffentliche Netzwerke ein? So drastisch würden wir es nicht sehen. Sie sollten lediglich einige wichtige Dinge beachten.

  • Über die öffentlichen Netzwerke werden unsere Daten meist unverschlüsselt versendet. Nutzen Sie daher nur die geschützten HTTPS-Zugänge der Websites, die für ihre Nutzung ihre Zugangsdaten benötigen. Speichern Sie diese Seiten für den Fall am besten als Lesezeichen.
  • Eine weitere Möglichkeit, sich vor ungewünschten Hackerangriffen zu schützen, ist die gesicherte VPN-Verbindung. Hierzu gibt es in jedem Store Anwendungen, die diese Verbindung herstellen können. So werden ihre Daten verschlüsselt übermittelt.
  • Generell gilt: Geben Sie in öffentlichen Netzwerken keine sicherheitskritischen Daten ein. Online-Banking oder die Kreditkartenangaben sind absolut tabu. Warten Sie damit, bis sie in ihrem Heimnetzwerk sind.

Die Freude an öffentlichen Netzwerken sollte man sich dennoch nicht verderben lassen. Sie sind nur, wie viele andere Sachen auch, mit Vorsicht zu genießen.

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free_wifi1 Für Hacker sind solche öffentlichen Netzwerke das Paradies.
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