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Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte – Teil 1

Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte – Teil 1

Kochen – die Grundkenntnisse

Messer bereitlegen, Hände waschen und Schürze umbinden! In unserer Themenreihe „Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte“ schwingen wir heute nämlich den hölzernen Kochlöffel. Zwar gibt es vereinzelt schon ein paar Schulen, die mit ihren Schülern kochen üben, die Normalität ist das aber noch nicht. Immer noch gibt es genügend Neu-Studenten, die panisch die Eltern anrufen, wenn sie im Studentenwohnheim das erste Mal auf den Herd losgelassen werden oder vor essenziellen Fragen stehen: „Wie kocht man eigentlich Eier?“

Quelle: Mel. Buml / GourmetGuerilla

Quelle: Mel. Buml / GourmetGuerilla

Fangen wir mit dem einfachen Teil an: Eier kocht man, sofern man keinen Eierkocher hat, in einem Topf mit kochendem Wasser. Einfach die Eier mit einer Nadel anstechen, in den Topf legen, Deckel drauf und sich ungefähr 5 Minuten gedulden. Wer es ein bisschen detaillierter möchte, der findet eine genaue Anleitung hier. Nachdem die Eier jetzt geklärt sind, kommen wir nun zum richtigen Kochen. Dafür haben wir uns eine Expertin an Bord geholt, die uns im Interview die Grundkenntnisse der Küchenzauberei erklärt. Mel. Buml vom Blog Gourmet Guerilla hat sich schon durch diverse Rezepte gekocht und ist regelmäßig als Kochexpertin in der Presse und auf Events vertreten. Für uns füllt sie mal einige grundlegende Wissenslücken auf und verrät uns, wie man auch mit wenig Vorkenntnissen in der Küche triumphieren kann.

Viking: Welche Grundkenntnisse sollte jeder übers Kochen haben?

Mel. Buml: Die wichtigste Grund(er)kenntnis: Gutes Handwerkszeug ist beim Kochen unerlässlich. Dabei geht es gar nicht um sündhaft teure Küchenmaschinen, handgeschmiedete Messer oder besonders teure Kupfertöpfe. Auch wenn man so gut wie nichts über das Kochen weiß: Ein scharfes (nicht zu großes) Messer, ein Holzbrett, ein funktionierender Sparschäler, ein Sieb, ein Topf und eine Pfanne sind das perfekte Startset, um erfolgreich und entspannt leckere Gerichte zu kochen.

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Viking: Welche Anfängerfehler sollte man beim Kochen vermeiden?

Mel. Buml: Kochen ist eine wundervolle Beschäftigung. Aber gerade als Anfänger sollte man die Latte nicht zu hoch hängen und sich z.B. als erstes an komplexen Rezepten von Starköchen mit vielen Komponenten oder komplizierten Garprozessen probieren. Lieber schrittweise einfache Gerichte wie z.B. eine Pasta, ein Steak, eine Gemüsepfanne ausprobieren. Durch Erfolgserlebnisse steigen die Motivation und auch die Erfahrung. Und irgendwann ertappt man sich dann ganz automatisch dabei, wie man gerade ein 3-Gänge-Menü für Gäste aus dem Ärmel schüttelt.

Viking: Welche fünf Gerichte sollte jeder kochen können?

Mel. Buml: Pasta al dente. Ein Steak medium rare (ohne, dass das arme Ding „blutet”). Lockerer Reis ohne Kochbeutel. Gemüse gar, aber mit dem entscheidenden Hauch Biss. Chili con oder sin carne ohne Tüte. Damit ist man auf alle Eventualitäten des Lebens bestens vorbereitet.

Viking: Ist gesundes Kochen nur etwas für reiche Leute?

Mel. Buml: Auf keinen Fall. Gesundes Kochen zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man sein Essen aus frischen, möglichst unverarbeiteten Produkten selber zubereitet. Das kann man auch mit Discounter-Produkten ohne Probleme realisieren.

Quelle: Mel. Buml / GourmetGuerilla

Quelle: Mel. Buml / GourmetGuerilla

Viking: Gibt es ein einfaches Rezept für besondere Anlässe?

Mel. Buml: Das geschichtete Lachstatar mit Koriandercreme, Gurke und asiatischem Möhrensalat macht eine Menge her und ist auch für Menschen ohne große Kocherfahrung einfach zuzubereiten. Die Zutaten lassen sich in jedem Supermarkt auch noch kurz vor Feierabend einkaufen. Dazu schmeckt ein knuspriges Stück Baguette oder Basmatireis.

Und damit es jetzt sofort los zum Supermarkt gehen kann, ist hier die Liste der Zutaten sowie die Kochanleitung.

Rezept

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Und wenn Ihnen jetzt auch nach Kochen zumute ist, dann finden Sie bei uns Notizbücher und Blöcke, um Ihre eigene Rezeptesammlung zu starten.

Irgendwann ertappt man sich dann ganz automatisch dabei, wie man gerade ein 3-Gänge-Menü für Gäste aus dem Ärmel schüttelt
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