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Arbeit macht mich krank – weil ich unverzichtbar bin

Arbeit macht mich krank – weil ich unverzichtbar bin

„Ohne mich läuft hier in dem Laden nichts!“ Haben Sie das auch schon einmal gesagt?! Ich wette drum. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung bestätigt nämlich genau das jetzt. Jeder achte deutsche Angestellte fühlt sich so unverzichtbar, dass er krank zur Arbeit kommt. Was das für ihre Arbeit, ihren Chef und vor allem Sie selbst bedeutet…

Immer weiter, höher und mehr…

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Wir Deutschen arbeiten nicht, um zu leben – wie es die Franzosen tun. Wir leben, um zu arbeiten. Das war schon immer so. „Made in Germany“ gilt seit jeher als Qualitätsmerkmal sondergleichen. Wir setzen uns unter Druck, um den steigenden Leistungsanforderungen in den Betrieben gerecht zu werden, so ein Ergebnis der Studie. 42 Prozent der Befragten gibt an, dass ihnen immer höhere Ziele gesteckt werden, die mit der gleichen Manpower zu erledigen sind. Und wir streben immer mehr zum Perfektionismus. Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Sprechen Sie mit ihren Kollegen und überlegen Sie sich Strukturen, wie sie am besten arbeiten können. Ohne Stress.

Der Chef bedankt sich…

Sicherlich freut es jeden Chef, wenn die Mitarbeiter ihre Arbeit fristgerecht und ordentlich abliefern. Aber ist es wirklich besser, wenn die Mitarbeiter krank ins Büro kommen, anstatt sich zuhause auszukurieren? Ist es nicht. Im Zweifelsfall stecken Sie noch andere Kollegen an.
Zudem: Krank sein ist menschlich. Niemand ist vor einer Grippe oder einem kleinen Virus sicher. Den Chef kostet es viel mehr, wenn sie krank in die Arbeit gehen oder Langzeitschäden davontragen, als wenn Sie sich zuhause einfach richtig auskurieren. Seien Sie auch unbesorgt, was krankheitsbedingte Kündigungen angeht. Diese sind nur gerechtfertigt, wenn keine Besserung in Aussicht ist oder wenn sie durch ihre Krankheit in ihrer Arbeit beeinträchtigt werden.

Die schaffen das auch ohne mich…

vacation-638215_640Schütteln Sie den Gedanken ab, dass ohne sie im Büro nichts funktioniert. Gedanken wie diese, setzen uns zusätzlich unter Druck und können zu Burnout, Rückenbeschwerden oder Depressionen führen. Volkskrankheiten Nummer 1 übrigens. Seien Sie sicher, dass die Kollegen auch mal gut einen Tag ohne sie auskommen. Und wenn sie im Büro sind, ist eine Pause goldwert. Anders als 23 Prozent der Befragten der Studie sollten Sie sich ihre Pause nehmen kurz entspannen. Das macht den Kopf frei und sie können entspannter in die nächste Etappe des Tages starten.

 

Machen Sie es einfach wie die Franzosen. Arbeiten Sie, um zu leben.

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Für den Chef ist es viel teurer, wenn Sie krank zur Arbeit gehen.
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