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Vereinbarkeit von Familie und Beruf – 6 Tipps

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – 6 Tipps

Laut einer Studie der pronova BKK ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland schwieriger geworden. Sollten Sie sich gerade in der Planungsphase für ein Baby befinden, empfiehlt es sich das Thema bereits frühzeitig und grundsätzlich in der Partnerschaft zu diskutieren. Klare Ansagen wie „Ich möchte beides. Und du?“ bilden die Basis. Egal ob Sie gerade erst den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erfolgreich gemeistert haben oder bereits ein alter Hase im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind, kennen die meisten Mütter und Väter das Gefühl, dass entweder Kind oder Job zu kurz kommen.

Wir haben sechs nützliche Tipps zusammengestellt, die die Vereinbarkeit der beiden wichtigen Lebensbereiche erleichtern können.

1.    Clever planen

Berufstätige Eltern haben oft das Gefühl, dass ihre Hobbies viel zu kurz kommen, da sie die Zeit außerhalb der Arbeit mit den Freizeitaktivitäten ihrer Kinder ausfüllen. Falls Sie noch keinen Familienplaner haben, sollten Sie sich unbedingt einen zulegen. Schreiben Sie alle Termine auf, egal ob es sich dabei um die wöchentliche Gymnastikstunde, Schachclub oder Elternabend handelt. Einmal eingetragen, sieht man nicht nur Verpflichtungen, sondern auch Möglichkeiten. Ist ihr Fitnessstudio direkt um die Ecke des Fußballvereins oder gibt es einen Yogakurs der zur gleichen Zeit wie Juniors Trainingsstunde stattfindet? Tragen Sie sich diese Aktivität in Ihre Spalte des Familienplaners ein und genießen Sie Zeit für sich.

yoga

2.    Kinderabholgemeinschaften

Meistens wohnen die Klassen- oder Kindergartenkameraden Ihrer jüngeren Kinder in der Nähe. Kennen Sie ein paar der anderen Eltern näher? Wenn nicht, wird es höchste Zeit dafür. Eine Abholgemeinschaft für die Kinder spart wenigstens einem Elternpaar Zeit. Im Anschluss können die Kinder gerne noch bei ihrem Freund zum Spielen oder gemeinsamen Hausaufgaben machen bleiben. Die Familie, die ihr Kind nicht in Schule oder KiTa abholen muss, kann an diesem Tag z.B. das große Projekt beenden, das konzentriertes Arbeiten am Stück verlangt, oder auch mal an einem Meeting am späteren Nachmittag teilnehmen ohne auf die Uhr gucken zu müssen.

3.    Geduld üben & Phasendenken

Kleine Kinder fordern viel Aufmerksamkeit und Zeit von ihren Eltern. Das ist wichtig und gut so. Für Mama und Papa ist es jedoch nicht immer so einfach, sich in die Kleinen hineinzuversetzen und so mancher wünscht sich sicherlich, dass die Kinder „einfach mal funktionieren“. Wenn sich Junior das nächste Mal weigert, die Schuhe anzuziehen, wenn sie sowieso schon spät dran sind, atmen Sie tief ein und bleiben sie ruhig und geduldig. Alles andere führt auch nicht schneller zum Ziel. Wiederholen Sie am besten innerlich das Mantra: „Das ist alles nur eine Phase.“ Dass genau diese Phase des Lebens vielleicht nicht die richtige ist, um beruflich Höchstleistungen zu erbringen, ist völlig in Ordnung und es kommt ja auch wieder eine andere Phase.

4.    Räumliche und zeitliche Trennung von Familie und Beruf

Sollten Sie einen flexiblen Arbeitgeber haben, der Ihnen gestattet, ab und an von zu Hause zu arbeiten, ist das natürlich praktisch für Sie. Achten Sie jedoch darauf, Familie und Beruf trotzdem zeitlich und räumlich voneinander zu trennen. Auch wenn die Versuchung groß ist, nur schnell zehn Minuten Ihre Arbeits-Emails zu checken, lassen Sie es besser. Am besten ist es, wenn Sie diese generell nicht von Ihrem privaten Handy abrufen, sonst fällt es noch schwerer wirklich abzuschalten. Meistens bleibt es sowieso nicht bei „nur mal eben kurz“ und richtig konzentrieren können Sie sich wahrscheinlich auch nicht. Sollten Sie ein Diensthandy haben, erklären Sie Ihren Kollegen am besten, dass Sie trotzdem nicht stets erreichbar sind, denn wenn Sie zu Hause sind, ist Familienzeit.

homeoffice

Arbeiten Sie regelmäßig zu Hause und haben kein Arbeitszimmer zur Verfügung, sollten Sie über einen abgetrennten Bereich zum Arbeiten nachdenken. Die räumliche Trennung von Beruf und Familie kann auch rein optisch erfolgen. Richten Sie sich einen Schreibtisch in der Ecke des Wohnzimmers sein. Das hat den Vorteil, dass Sie ihre Arbeitsmaterialien dort liegen lassen können, ohne sich jedes Mal alles zusammensuchen zu müssen. Sitzen Sie an Ihrem Schreibtisch ist das ein klares Zeichen an den Rest der Familie, dass Sie jetzt arbeiten und gerade keine Zeit zum Spielen oder Spaß machen haben.

5.    Machen Sie einen Notfallplan

Kinder werden öfter krank als Erwachsene und oftmals geschieht das buchstäblich über Nacht. Auch wenn jedem Elternteil zehn Werktage im Jahr zu stehen, an denen Sie bei ihrem kranken Kind zu Hause bleiben dürfen, möchten Sie diese vielleicht nicht alle bereits zur Mitte des Jahres ausgereizt haben, sondern lieber noch einige für den Notfall aufheben. Bieten Sie Ihrem Vorgesetzten an, im Home-Office zu arbeiten, dann können Sie sich die Zeit selbst einteilen, sind für Ihr Kind da, wenn es sie braucht und können Emails abarbeiten, wenn es schläft. Einen Notfallplan sollten Sie aber auch haben, falls Ihren der Babysitter absagt. Wen können Sie kurzfristig fragen, ob er einspringt?

  6.    Lassen Sie keine Schuldgefühle aufkommen

Niemand ist perfekt – weder im Beruf noch als Mutter oder Vater. Vergessen Sie nicht, dass Sie auch nur ein Mensch sind – genau wie Ihre Kollegen, denen es sicherlich auch schon passiert ist, dass sie eine wichtige Deadline verpasst haben oder vergessen haben, das Dokument zu speichern bevor sie den PC herunterfahren. Andere Eltern haben auch schon die Reitstunde ihres Kindes verpasst oder sind zu spät zum Elternabend gekommen. Fühlen Sie sich nicht schuldig. Geben Sie ihr bestes, ohne sich selbst unter Druck zu setzen – auch wenn das nicht immer einfach ist.

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Wie gelingt Ihnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Haben Sie weitere Tipps? Erzählen Sie uns doch auf unserer Facebook-Seite oder bei Twitter mehr dazu.

homework Niemand ist perfekt – weder im Beruf noch als Mutter oder Vater. Vergessen Sie nicht, dass Sie auch nur ein Mensch sind.
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