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Deutsche Start Ups – Spacebase

Deutsche Start Ups – Spacebase

Wie viel Arbeitszeit verbringen Sie eigentlich in Meetings? Gefühlt sicherlich zu viel. Und wenn Sie dann wie leider zu oft nach Schema F ablaufen, wird es noch schwieriger sich zu konzentrieren oder mit frischen Ideen Wind in das Treffen zu bringen. Das dachte sich auch der Jungunternehmer Julian Jost. Mit seiner Start-up-Idee möchte er Abhilfe schaffen und Meetings einen neuen Kick geben. Deshalb gründete er die Online-Plattform Spacebase , eine Website, die es erlaubt, außergewöhnliche Meetingräume in diversen Städten in 12 verschiedenen Ländern zu buchen. Das Konzept ist angelehnt an das inzwischen weit bekannte Airbnb-Prinzip. Im Rahmen unserer Interviewreihe, in der wir interessante deutsche Start-Ups vorstellen, haben wir Julian Jost, den Gründer von Spacebase, ein paar Fragen gestellt.

 

spacebase-gruender julian-jost

 

Viking: Wie würden Sie Ihre Karriere in drei Sätzen beschreiben?

Julian Jost: Dank meiner Studienaufhenthalte in China und England hatte ich schon früh den Wunsch ein international agierendes Unternehmen aufzubauen. Meine Karriere baut sich dabei in logischen Schritte auf – vom Unternehmensberater im Bereich Strategieentwicklung zum Gründer, der diese Strategien real in seinem Unternehmen umsetzt. Wie sich meine Karriere genau weiterentwickeln wird, ist schwer zu sagen, da ich mich ständig neu erfinde.

Viking: Wie ist die Idee Spacebase zu gründen entstanden?

Julian Jost: Ich war als Unternehmensberater ständig in Meetings mit Kunden und Geschäftspartnern. Als Meetingprofi hat mich irgendwann die immer gleiche Raumatmosphäre der anonymen Tagungshotels und Business Center ziemlich gelangweilt – ich empfand diese Räume als unkreativ und für inspirierende Meetings völlig ungeeignet. Anstelle von Hotels fing ich an meine Reisen mit Airbnb zu organisieren und entdeckte schnell den Vorteil dieser Art von Marktplatzangebot. Die Idee lag nahe ein ähnliches Konzept für das unkomplizierte Anmieten von Meetingräumen zu entwickeln.

 Viking: Welche Hindernisse gab es dabei zu überwinden?

Julian Jost: Von der Idee bis zum aktuellen Produkt war es schon ein langer Weg. Im ersten Schritt hatten wir lediglich ein Internet-Seite ohne Backendfunktionalitäten und ohne all die technischen Features, die wir jetzt haben, wie z.B. API-Zugang oder selbstlernenden Algorithmus. Spacebase stellte sich jedoch schnell als Erfolgsgeschichte heraus und hat sich wie ein Puzzle stückweise immer mehr zu dem geformt, was es heute ist. Wir haben kontinuierlich am Produkt und am Service gefeilt und mit jedem großen Neukunden kam ein weiterer hinzu. Das hat natürlich viele Gründe: neben unserer harten Arbeit ist einer der wesentlichen Gründe aber immer noch, dass es bei professionellen Eventplaner bzw. in der gesamten Branche ein großer Bedarf an wirklich ungewöhnlichen und einzigartigen Locations gibt, die sich mit nur wenigen Mausklicks buchen lassen.

 Viking: Was war Ihr bisher größter Erfolg ihrer Karriere?

 Julian Jost: Die ganze Spacebase-Gründung ist sicherlich mein bisher größter Erfolg. In gerade einmal drei Jahren haben wir ein in zahlreichen Ländern erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, bei dem alleine in Deutschland über 25 der Top30 DAX Unternehmen ihre Meeting- und Konferenzräume buchen – das lässt sich nicht so leicht toppen!

 Viking: Was ist Ihr Lieblingsbüroartikel, auf den Sie nicht mehr verzichten können?

Julian Jost:  Meine liebsten Bürountensilien sind wahrscheinlich Post-Its für unser Projekt-Board. Damit lassen sich schnell Projekt-Aufgaben und Projekt-Ziele definieren. Wir arbeiten viel mit agilem Projektmanagement und nutzen Iterationen und Sprints um unsere Ziele zu erreichen.

Spacebase logo

 Viking: Wer ist Ihr Business-Vorbild und warum?

Julian Jost: Ich habe schon einige beeindruckende Menschen kennen gelernt, weshalb es schwer ist, von einem richtigen Business-Vorbild zu sprechen. In Sachen digitaler Geschäftsmodelle hat mich unserem Angel-Investor Stephan Ekbergh wahrscheinlich am stärksten beeinflusst. Er hat selber fast aus dem Nichts ein erfolgreiches Online-Business im Travel-Marktsegment an den Start gebracht. Wir treffen uns regelmäßig und er gibt mir für Spacebase die stärksten Impulse und hinterfragt meine Ideen wie ein unnachgiebiger Sparing-Partner.

 Viking: Wie schalten Sie nach einem Arbeitstag ab?

Julian Jost:: Einen Ausgleich zum Geschäftsalltag zu haben ist mir sehr wichtig. An den Wochenenden geh ich bei ausreichend Wind und Sonne regelmäßig Kitesurfen. In der Woche sammele ich neue Kräfte und Inspirationen bei Gesprächen mit Freunden, wenn ich zu Sport gehe oder einfach einmal auf der Couch mit einer Serie entspanne.

 Viking: Welchen Ratschlag würden Sie jemanden geben, der sich mit einer Idee selbstständig machen möchte?

 Julian Jost: Eine Unternehmensgründung bzw. der Start in die Selbstständigkeit birgt immer auch Risiken, daher sollte alles bis ins kleinste Detail mit Hilfe eines fundierten Business Plans durchdacht und geplant werden. Der wichtigste Tipp den ich geben kann ist: Prototyping. So gewinnt das Konzept, sei es ein Produkt oder ein Service auf einer Website, eine konkrete Form und lässt sich hinsichtlich Stärken und Schwächen besser durchleuchten.

 Viking: Welche Zukunftspläne gibt es für Spacebase?

Julian Jost: Spacebase wächst stark und dies wird durch eine fortgeführte Internationalisierung weiter vorangetrieben. Derzeit bauen wir unsere Portfolios in UK und USA weiter aus. Vielleicht werden wir auch bald in Irland, Schweden oder Polen aktiv. In Sachen Marketing bauen wir unsere virale experiMENTAL-Webserie mit großen Brands als strategischen Partnern weiter aus und in Sachen Produktentwicklung wird es in Zukunft vielleicht digitale Lösungen geben, bei denen der Raumbucher Zugang zu den Meetingräumen erhält, ohne dass der Raumbesitzer notwendigerweise vor Ort sein muss.

Viking: Vielen Dank für das Interview.

 

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meetingsituation mit zwei Personen auf gelben Sesseln in grünem Raum In gerade einmal drei Jahren haben wir ein in zahlreichen Ländern erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, bei dem alleine in Deutschland über 25 der Top30 DAX Unternehmen ihre Meetingräume buchen.
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