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Leitfaden: Mitarbeiter mit Behinderungen beschäftigen

Leitfaden: Mitarbeiter mit Behinderungen beschäftigen

So ist die aktuelle Situation in Deutschland:  

In Deutschland ist jeder Arbeitgeber ab einer Anzahl von mindestens 20 Beschäftigten dazu verpflichtet 5 % ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Arbeitnehmern zu besetzen. Viele Unternehmen, vor allem in der Privatwirtschaft, sehen sich jedoch mit den Beschäftigungsprozessen behinderter Menschen überfordert und müssen somit eine Ausgleichsabgabe an die Integrationsämter leisten. Aus den Mitteln dieser Ausgleichsabgabe werden Förderungsmöglichkeiten und Projekte zur Integration schwerbehinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt finanziert. Allein im Jahr 2017 belief sich laut Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) die Höhe der Ausgleichsabgabe auf 640 Millionen Euro und mehrere Tausend unbesetzte Pflichtarbeitsplätze.

Was viele Arbeitgeber oftmals nicht wissen ist, dass lediglich 3 % aller Schwerbehinderungen angeboren sind und tatsächlich nur die wenigsten kostspielige Arbeitsplatzanpassungen benötigen, um genauso leistungsfähig zu sein wie Mitarbeiter ohne Behinderungen. Der Großteil
(88 %) lässt sich auf eine meist im höheren erwerbsfähigen Alter erworbene Krankheit zurückzuführen. Somit ist auch davon auszugehen, dass die Anzahl der Schwerbehinderten in Deutschland mit dem demografischen Wandel und den Folgen einer alternden Bevölkerung weiter ansteigen wird. Des Weiteren ist auch der immer stärker werdende Fachkräftemangel den Folgen des demografischen Wandels zuzuschreiben.

Unternehmen können diesem Mangel an qualifiziertem Personal jedoch durch das Einstellen von Menschen mit Behinderungen entgegenwirken. Laut Angaben der Agentur für Arbeit sind schwerbehinderte Menschen anteilig besser qualifiziert als Arbeitslose ohne gesundheitliche Einschränkungen. Wer Arbeitsplätze vorsorglich barrierefrei gestaltet, sodass Mitarbeiter mit Behinderungen Bürogebäude und Arbeitsmaterialien wie Ordner oder Ringbücher ohne weiteres erreichen können, erhält am Arbeitsmarkt Zugang zu hochmotivierten, loyalen und qualifizierten Mitarbeitern.

Unsere Infografik gibt Arbeitgebern einen kompakten und übersichtlichen Einblick in die wichtigsten Schritte, die es bei einer Neueinstellung eines Menschen mit Schwerbehinderung zu beachten gibt, oder falls ein Mitarbeiter während seines Beschäftigungsverhältnisses als schwerbehindert eingestuft wird. Des Weiteren gibt die Grafik Auskunft über die richtigen Anlaufstellen, an die sich Unternehmen wenden können, um Förderungsmöglichkeiten oder individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

INFOGRAFIK FÜR ARBEITGEBER: 

Viking_DE_Menschen mit Behinderungen beschäftigen

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Wie ist Ihr Unternehmen in Sachen behindertengerechtes und barrierefreies Arbeiten aufgestellt? Berichten Sie uns gerne davon auf unserer Facebook-Seite oder bei Twitter vorbei.

Der Grad der Behinderung trifft keine Aussage über die Fähigkeiten und Fertigkeiten eines behinderten Beschäftigten bei der Ausübung seines Jobs. -Carola Fischer, Geschäftsführerin BIH
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